Proteine 14-3-3 (LQ)

Inhalt

Proteine 14-3-3 (LQ)

Inhalt

Probennahme

Liquorgefäß für allgemeine Liquordiagnostik

Indikation

  • Diagnosehilfe bei rheumatoider Arthritis (besonders frühe RA)
  • Differentialdiagnostik bei seronegativer rheumatoider Arthritis
  • Verdacht auf Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung (CJD) im Liquor
  • Monitoring des Krankheitsverlaufs bei rheumatoider Arthritis
  • Therapieresponsevorhersage bei RA-Patienten (TNF-α-Blocker, Tocilizumab)
  • Früherkennung von Gelenkerosionen bei entzündlichen Arthritiden
  • Prognostische Bewertung bei juveniler idiopathischer Arthritis
  • Screening auf Uveitis bei RA- und JIA-Patienten


  • Material: Serum (für RA-Diagnostik) oder Liquor cerebrospinalis (für CJD-Diagnostik)
  • Blutentnahme: Venöse Blutentnahme in Polypropylenröhrchen
  • Nüchternheit: Nicht erforderlich
  • Probenlagerung: Zentrifugation bei 1000g für 15 Minuten, Serumlagerung bei -70°C
  • Transport: Prompt auf Eis versenden
  • Störfaktoren: Blutbeimengungen im Liquor können falsch-positive Ergebnisse verursachen
  • Stabilität: Gefrorene Proben mehrere Monate stabil bei -70°C


Interpretation

Allgemeines

Die 14-3-3-Proteine sind eine Familie hochkonservierter regulatorischer Moleküle, die in allen eukaryotischen Zellen exprimiert werden. Diese Familie umfasst sieben Isoformen (β, γ, ε, σ, ζ, τ/θ und η) bei Säugetieren, die über 50% Aminosäurehomologie aufweisen. 14-3-3-Proteine haben die Fähigkeit, eine Vielzahl funktionell verschiedener Signalproteine zu binden, einschließlich Kinasen, Phosphatasen und Transmembranrezeptoren, wobei mehr als 200 Signalproteine als 14-3-3-Liganden berichtet wurden. Die Bindung von 14-3-3-Proteinen ist primär phosphorylierungsabhängig und daher werden die Interaktionen durch Kinasen und Phosphatasen reguliert, die den Phosphorylierungszustand eines Zielproteins modulieren. Die Eta-Isoform (14-3-3η) spielt eine besondere Rolle als Biomarker bei der rheumatoiden Arthritis und neurologischen Erkrankungen.

Beurteilung

Erhöht:

  • Rheumatoide Arthritis (frühe und etablierte Formen, auch bei RF/anti-CCP-negativen Patienten)
  • Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung (Sensitivität 89.9%, Spezifität 93.3% im Liquor)
  • Psoriasisarthritis (weniger häufig als bei RA)
  • Juvenile idiopathische Arthritis mit Uveitis
  • Falsch-positiv: Herpes-simplex-Enzephalitis, hypoxische Hirnschädigung, atypische Enzephalitis, intrakranielle Metastasen, metabolische Enzephalopathie
  • Akuter Schlaganfall, andere neurodegenerative Erkrankungen

Erniedrigt:

  • Klinisch nicht relevant


Grenzen

  • Methodische Variabilität zwischen Laboren (ELISA vs. Western Blot)
  • „Schwach-positive“ Ergebnisse können zu diagnostischer Verwirrung führen
  • Falsch-positive Ergebnisse bei niedriger Prä-Test-Wahrscheinlichkeit (CJD <1%)
  • Nicht spezifisch für rheumatoide Arthritis – positive Werte auch bei anderen Erkrankungen
  • Hohe Rate an falsch-positiven Ergebnissen in Hochdurchsatz-Screenings
  • Begrenzte diagnostische Genauigkeit – kann CJD-Diagnose weder bestätigen noch ausschließen
  • Abhängigkeit von Krankheitsdauer und -subtyp


Methode

ELISA

analysen.mzla.de
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