Thyreoglobulin-AK (TAK)

Inhalt

Thyreoglobulin-AK (TAK)

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Diagnostik bei Verdacht auf autoimmun bedingte Schilddrüsenerkrankungen
  • Verdacht auf Hashimoto-Thyreoiditis
  • Verlaufskontrolle bei Hashimoto-Thyreoiditis oder Basedow-Krankheit
  • Bei negativem Nachweis von TPO-Ak und Verdacht auf Autoimmunthyreoiditis
  • Bei Patienten mit differenziertem Schilddrüsenkarzinom im Rahmen der Thyreoglobulin-Verlaufskontrollen (obligate Mitbestimmung)
  • Erhöhte Abortneigung (Assoziation mit Schilddrüsenantikörpern)
  • Peripartale Schilddrüsendysfunktion (im dritten Trimenon)


  • Material: Serum: 1 ml
  • Stabilität: 4 Tage bei 20-25°C, 4 Tage bei 2-8°C, 2 Monate bei -20°C
  • Nüchternheit: Nicht erforderlich
  • Tageszeit: Unabhängig
  • Störfaktoren: Keine Interferenz durch Bilirubin <1129 µmol/l, Hämoglobin <600 mg/dl, Intralipid <2000 mg/dl und Biotin <1200 ng/ml
  • Bei Proben ≤115 IU/ml wurden mit Hämoglobinkonzentrationen ≤600 mg/dl keine Störungen beobachtet. Bei Proben >115 IU/ml kann geringe Hämoglobinkonzentrationy zu erhöhten Anti-Tg-Werten führen

Interpretation

Allgemeines

Thyreoglobulin-Antikörper (TAK) sind Autoantikörper gegen das Schilddrüsenprotein Thyreoglobulin, das als Vorstufe der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) dient. Thyreoglobulin ist ein Glykoprotein mit einem Molekulargewicht von ca. 660.000 Dalton, das in den Thyreozyten gebildet und in den Follikeln der Schilddrüse gespeichert wird. Es besteht aus zwei Untereinheiten mit jeweils etwa 330.000 Dalton, die über Disulfidbrücken verbunden sind. Thyreoglobulin-Antikörper treten häufig bei autoimmunen und entzündlichen Schilddrüsenerkrankungen auf und gelten als Marker für destruierende Prozesse im Schilddrüsengewebe. Thyreoglobulin-Antikörper können als Störfaktoren bei der labordiagnostischen Bestimmung von Thyreoglobulin eine Rolle spielen.

Beurteilung

Erhöht bei:

  • Hashimoto-Thyreoiditis und Ord-Thyreoiditis
  • Morbus Basedow (gelegentlich, ca. 30%)
  • Chronischer Thyreoiditis (in 40-70% der Fälle)
  • Vitamin-B12-Mangelanämie und anderen Autoimmunerkrankungen
  • Struma, Thyreoiditis und Thyreotoxikose
  • Bei älteren Frauen auch ohne klinisches Korrelat (niedrige Titer, insbesondere nach der Menopause)

Erniedrigt bei:

  • Nicht klinisch relevant

Hinweis: Referenzbereiche sind laborabhängig. Die Referenzbereiche variieren labor- und methodenabhängig und sollten dem jeweiligen Befundausdruck entnommen werden.

Grenzen

  • Können die Thyreoglobulin-Messung relevant verfälschen (häufig falsch niedrige TG-Werte bei Immunoassays)
  • Bei Thyreoglobulin-Konzentrationen >100 µg/l kann Beeinflussung der Anti-Tg-Konzentrationen um mehr als 15% auftreten
  • Stark erhöhte Thyreoglobulin-Serumspiegel können zu falsch niedrigen TAK-Werten führen
  • Interferenzen durch hohe Titer von Ruthenium-Antikörpern oder Streptavidin-Antikörpern möglich
  • Liefert gegenüber TPO-Antikörpern keine zusätzliche klinische Information bei Autoimmunthyreoiditis
  • Autoimmunerkrankungen können auch ohne nachweisbare Antikörper vorliegen


Methode

ECLIA

Einheit

IU/ml

Referenzbereiche

Geschlecht
Referenzbereich / Entscheidungsgrenzen
Altersabhängige Referenzbereiche werden auf dem Befund ausgegeben und können im Labor erfragt werden.
Allgemein
< 115 (negativ)
Weiblich
Männlich
analysen.mzla.de
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