PTT

Inhalt

PTT

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Präoperative Gerinnungsdiagnostik
  • Therapiemonitoring bei unfraktionierter Heparin-Therapie
  • Diagnostik von Blutgerinnungsstörungen wie Hämophilie A und B
  • Abklärung isolierter PTT-Verlängerungen ohne Quick-Wert-Veränderung (Faktoren VIII, IX, XI, XII-Mangel)
  • Verdacht auf Von-Willebrand-Syndrom (Ausschlussdiagnostik)
  • Screening bei Blutungsneigung ungeklärter Ursache
  • Abklärung bei wiederholten Thrombosen (Lupus-Antikoagulans-Diagnostik)


Material: Citratplasma (Citratblut)

Nüchternheit: Nicht erforderlich

Präanalytische Bedingungen sind maßgeblich für korrekte Diagnosestellung, wichtige Störfaktoren:

• Medikamenteneinnahme (Heparin, DOAK)

• Unsachgemäße Venenpunktion, zu lange/feste Venenstauung

• Entnahme aus Zugang, unterfülltes Blutentnahmeröhrchen

• Transport/Lagerung >4h, eingefrorene Blutprobe

Stabilität: Bei Raumtemperatur 4 Stunden, gekühlt 24 Stunden

Interpretation

Allgemeines

Die partielle Thromboplastinzeit (PTT), auch als aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) bezeichnet, ist ein hämostasiologischer Laborwert, der Auskunft über das intrinsische (endogene) System der Blutgerinnung gibt. Die PTT ist ein Suchtest für Defekte des intrinsischen Gerinnungssystems, insbesondere für die Gerinnungsfaktoren V, VIII, IX, X, XI und XII. Für Defekte der Faktoren I (Fibrinogen) und II (Prothrombin) ist der Test weniger empfindlich. Bei der Bestimmung wird ungerinnbar gemachtes Citratblut verwendet, und die Zeit bis zur Gerinnselbildung nach Zugabe von Phospholipiden, Calciumionen und Oberflächenaktivatoren gemessen.

Beurteilung

Erhöht bei:

  • Hämophilie A (Faktor VIII-Mangel)
  • Hämophilie B (Faktor IX-Mangel)
  • Von-Willebrand-Syndrom
  • Heparin-Therapie (dosisabhängige Verlängerung)
  • Lupus-Antikoagulans
  • Vitamin-K-Antagonisten-Therapie
  • Direkte Thrombininhibitoren (Dabigatran, Argatroban)
  • Leberfunktionsstörungen


Therapeutischer Zielbereich bei Heparin: 2-3-fache Verlängerung des Ausgangswertes

Hinweis: Referenzbereiche sind laborabhängig und methodenspezifisch

Grenzen

  • Eine unauffällige PTT schließt Subhämophilie oder Von-Willebrand-Syndrom nicht aus
  • Verlängerung der PTT ist nicht in jedem Fall mit klinisch wirksamer Gerinnungshemmung gleichzusetzen
  • Empfindlichkeit des verwendeten Reagens auf Heparin beeinflusst Ergebnisse
  • Empfindlichkeit gegenüber Lupus-Antikoagulans reagenzabhängig
  • Wirkung niedermolekularer Heparine wird nicht erfasst
  • Hämolyse, Lipämie können Messung beeinträchtigen


Methode

Clottingtest

Einheit

sec

Referenzbereiche

Geschlecht
Referenzbereich / Entscheidungsgrenzen
Altersabhängige Referenzbereiche werden auf dem Befund ausgegeben und können im Labor erfragt werden.
Allgemein
25,1 – 36,5
Weiblich
Männlich
analysen.mzla.de
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