Gewebstransglutaminase-AA

Allgemeines

Die Gewebstransglutaminase ist ein zytosolisches Enzym, das in hohem Maße in den Enterozyten exprimiert wird und als Hauptantigen bei der Glutensensitiven Enteropathie (Zöliakie) dient. Autoantikörper (AA) gegen die Gewebstransglutaminase können dabei bereits Jahre vor einer klinischen Manifestation vorliegen.

Autoantikörper gegen die epidermale Transglutaminase führen zur Dermatitis herpetiformis Duhring, Autoantikörper gegen die neuronale Isoform wiederum zur Glutenataxie.

Indikation

  • V.a. Glutensensitive Enteropathie (Zöliakie)

Material

Sarstedt Serum-Gel-Monovette 7,5 ml
BD Serum-Gel-Vacutainer 8,5 ml
  • 1 ml Serum
  • bei 2 – 8°C etwa eine Woche lang stabil

Ansatz- / Messzeiten

täglich

Referenzbereich

Serum:

  • < 20.0 U/ml

Beurteilung der Ergebnisse

Autoantikörper gegen die Gewebstransglutaminase deuten auf eine Glutensensitive Enteropathie (Zöliakie) hin. Bei Werten ab dem Zehnfachen des Referenzbereichs ist von einer Zöliakie auszugehen. Sind in diesem Zusammenhang auch ein Nachweis von endomysialen Antikörpern und HLA-DQ2/8-Merkmalen möglich, kann die Diagnose unter Umständen auch ohne Dünndarmbiopsie gestellt werden. Im Gegensatz zu endomysialen Autoantikörpern eignen sich die Transglutaminase-Antikörper auch zur Verlaufskontrolle bei Zöliakiepatienten. Bei glutenfreier Ernährung können die Titer innerhalb von 9 bis 12 Monaten abklingen. Unspezifische Erhöhungen können unter Umständen auch bei anderen Autoimmunerkrankungen oder vorübergehend bei Kindern mit EBV-Infektion auftreten. In diesen Fällen emofiehlt sich eine zusätzliche Bestimmung der endomysialen Antikörper. 

CAVE: Da 5 bis 10% aller Menschen einen IgA-Mangel aufweisen, ist eine alleinige Bestimmung der IgA für eine serologische Diagnostik nicht ausreichend.

Methode

CLIA (Chemilumineszenz-Immunoassay)

 

Literatur

Stand: 21.10.2019
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