Myokard-Autoantikörper

Allgemeines

Im Myokard können sowohl das Sarkolemm, als auch die einzelnen Fibrillen als Antigen dienen. Derartige Autoantikörper finden sich bei Myokarditiden unterschiedlicher Genese oder im zeitlichen Verlauf einer Streptokokken-Infektion. Eine autoimmune Reaktion gegen den Herzmuskel nach Myokardinfarkt wird als Dressler-Syndrom bezeichnet.

Synonyme

Herzmuselgewebe, Dressler-Syndrom, Myokarditis, Autoimmun, Myokard, Sarkolemm, Fibrillen

Promed-IDs

Anforderungs-ID: HMA
Untersuchung-ID: HMA
Leistungs-ID:

Indikation

Aufgrund niedriger Spezifität besteht bezüglich einer isolierten Diagnose oder deren Ausschluss keine unmittelbare Indikation für die Bestimmung myokardialer Autoantikörper.

Material

Sarstedt Serum-Gel-Monovette 7,5 ml
BD Serum-Gel-Vacutainer 8,5 ml
  • 1 ml Serum ≙ 2 ml Blut im Serum-Röhrchen
  • bei 2 – 8°C etwa eine Woche lang stabil

Ansatz- / Messzeiten

täglich

Referenzbereich

Serum:

  • < 1: 100

Beurteilung der Ergebnisse

Myokardiale Autoantikörper können im zeitlichen Verlauf nach einer Infektion mit Streptokokken, dem Coxsackie-B- oder Mumps-Virus, bei Kardiomyopathien, Myokardinfarkt oder Myokarditis auftreten.

Grenzen des Verfahrens

Weiterführende Untersuchungen

Methode

IFT (Indirekter Fluoreszenztest):

Ein Antikörper binden zum einen an eine Festphase und zum anderen einen weiteren Antikörper, der an einen Farbstoff gekoppelt ist. Unter einem Fluoreszenzmikroskop zeigen diese dann je nach Zielantigen ein charakteristisches Farbmuster.

*) = Fremdversand; ° = nicht akkreditiert

Hersteller/Gerät

Laborbereich

Methodenbeschreibung

Textbausteine/Befundregeln

Abrechnung

Literatur

Stand: 21.10.2019

SOP/Beipackzettel

erstellt am 17.09.2019 von #. #

geprüft am ##.##.#### von #. #

freigegeben am ##.##.#### von #. #

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