Immunglobulin A (IgA) im Serum

Immunglobulin A (IgA) im Serum

Themenübersicht

Allgemeines

  • Der Anteil von IgA an den Plasmaimmunglobulinen beträgt 13 %. IgA dient zum Schutz der Haut und Schleimhäute gegen Mikroorganismen. Es besitzt die Fähigkeit Toxine zu binden und entwickelt in Kombination mit Lysozym antibakterielle und antivirale Eigenschaften.
  • IgA ist das vorherrschende Immunglobulin der Körpersekrete, wie Stuhl, Speichel und Schweiß. Sekretorisches IgA dient der Abwehr von lokalen Infektionen und spielt eine wichtige Rolle bei der Bindung von Antigenen aus Nahrungsmitteln im Darm.
  • Im Serum findet man IgA als Mono-, Di- oder Trimer, während es in den Körpersekreten ausschließlich als Dimer vorliegt,

Indikation

  • Überprüfung der humoralen Immunität

Material

Serum-Gel-Röhrchen

  • 1 ml Serum
  • alternativ können Lithium-Heparin- und K2-EDTA-Röhrchen verwendet werden.
Stabilität
15-25 °C
8 Monate
2-8 °C
8 Monate
(-25)-(-15) °C
8 Monate

Durchführung

Durchführungsort/-orte:

MZLA - Standort Altenburg
Durchführungsfrequenz
werktags
jederzeit
an anderen Tagen
jederzeit

Referenzbereich

0.7 – 4.0 g/l

  • Nach der Geburt wird IgA langsam gebildet, am Ende des ersten Lebensjahres hat das Kleinkind etwa 25 %, mit 3,5 Jahren etwa 50 % und am Ende des 16. Lebensjahres 100 % des Werts Erwachsene
Variable Referenzbereiche
Alter
IgA (g/l)
Alter
IgA (g/l)
Neugeborene
10 Monate
1 Monat
11 Monate
2 Monate
12 Monate
0.00 – 0.83
3 Monate
1 – 3 Jahre
0.20 – 1.00
4 Monate
4 – 6 Jahre
0.27 – 1.95
5 Monate
7 – 9 Jahre
0.34 – 3.05
6 Monate
10 – 11 Jahre
0.53 – 2.04
7 Monate
12 – 13 Jahre
0.58 – 3.58
8 Monate
14 – 15 Jahre
0.47 – 2.49
9 Monate

Beurteilung der Ergebnisse

Erhöhungen:

  • chronische Lebererkrankungen
  • chronische Infektionen
  • Autoimmunerkrankungen
    • rheumatoide Arthritis
    • systermischer Lupus erythematodes
  • Sarkoidose
  • Wiskott-Aldrich-Syndrom
  • Multiples Myelom (monoklonales IgA)

Erniedrigungen:

  • kongenitale und erworbene Immundefizienzsyndrome
    • Agammaglobulinämie (Morbus Bruton)
  • Proteinverlust-Gastroenteropathien
  • Verbrennungen

Grenzen des Verfahrens

  • Proben, die Präzipitate enthalten, müssen vor der Durchführung des Tests zentrifugiert werden.
  • Unter den Testbedingungen treten zwischen IgA und IgG bzw. IgM keine Kreuzreaktionen auf.
  • Wie auch andere turbidimetrische oder nephelometrische Verfahren liefert dieser Test keine genauen Ergebnisse bei Patienten mit monoklonaler
    Gammopathie aufgrund individueller Probeneigenschaften, die jedoch mit Elektrophorese bestimmt werden können.

Medikamente:

  • In therapeutischen Konzentrationen wurde bei üblichen Medikamenten-Panels keine Störung gefunden.

Weiterführende Untersuchungen

Literatur

  • Herstellerangaben
  • Thomas, Labor & Diagnose 2020
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