Humane Papillomaviren (HPV)-PCR

Humane Papillomaviren (HPV)-PCR

Themenübersicht

Allgemeines

  • Die humane Papilloma-Viren (HPV)-PCR dient dem qualitativen in-vitro-Nachweis von DNA von 14 Hochrisiko-HPV-Typen in einer einzigen Analyse.
  • Folgende Papilloma-Viren werden nachgewiesen:
    • HPV 16
    • HPV 18
    • andere Hochrisikotypen (other high-risk (OHR)): 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 66 und 68)

Indikation

  • Nachweis von humanen Papillomviren mit hohem Proliferationsrisiko
    • im Rahmen der gynäkologischen Krebsvorsorge (Zervixkarzinom)-Erstlinien-Test für das primäre Screening, um Frauen mit erhöhtem Zervixkarzinom-risiko oder hochgradigen Krebsvorstufen zu identifizieren
    • Screening von Patientinnen, bei denen im Rahmen einer Zervixzytologie nicht klassifizierbare Plattenepithelien nachgewiesen wurden, um zu bestimmen, ob die Durchführung einer Kolposkopie erforderlich ist.
    • ergänzend zur Zervixzytologie auf die Gegenwart bzw. Abwesenheit von Hochrisiko-HPV-Typen zu testen.
  • Partneruntersuchung (Vorsorge)

Material

Abstrichbürste HPV

  • Es können lediglich zervikale Proben weiterverarbeitet werden, die in Roche Cell Collection Medium, cobas® PCR Cell Collection Media, PreservCyt® Lösung und SurePath™ Konservierungsflüssigkeit entnommen worden sind.
Stabilität
2-30 °C
3 Monate

Durchführung

Durchführungsort/-orte:

MZLA - Standort Altenburg

Referenzbereich

negativ

Beurteilung der Ergebnisse

  • Der Test differenziert zwischen:
    • HPV 16
    • HPV 18
    • anderen Hochrisikotypen (other high-risk (OHR): 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 66 und 68)

 

Nachweisgrenze:

  • etwa 16 Zellen/ml (Abhängig vom Entnahmematerial)

Grenzen des Verfahrens

  • starke Blutbeimengungen oder fehlendes humanes Material im Cell Collection Media können zu invaliden Ergebnissen führen (Die Detektion von Hochrisiko-HPV-Typen hängt von der Anzahl der in der Probe enthaltenen Kopien ab und kann durch das Probenentnahmeverfahren, patientenbezogene Faktoren, das Infektionsstadium und die Gegenwart von Störsubstanzen beeinflusst werden
  • Der Gebrauch der rezeptfreien Produkte Replens™, RepHresh™ Vaginal Gel und des RepHresh™ Clean Balance™ Kits kann zu falsch-negativen Ergebnissen führen.
  • Der Gebrauch von Metronidazole Vaginal Gel kann ebenfalls zu falsch-negativen Ergebnissen führen
  • Kontaminationen unbedingt vermeiden

Weiterführende Untersuchungen

Methode

Methodenbeschreibung
Methode
qPCR
Gerät
cobas 6800

SOP

SOP
Dokument
SA-SP-HPV
Version
B
Freigabedatum
20.12.19

Literatur

  • Herstellerangaben
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Material
Literatur