Glukose, nicht nüchtern

Allgemeines

Bei Vorliegen von Hyperglykämiesymptomen wie z.B. einer erhöhten Urinausscheidung, gesteigertem Durst und Schwächegefühl, stellt ebenfalls die Bestimmung des Gelegenheitsplasmaglukosespiegels ein Diagnosekriterium für Diabetes mellitus dar. Ein Glukosespiegel im nicht nüchternen Zustand von 11,1 mmol/l (200 mg/dl) oder höher, weist auf das Vorliegen eines Diabetes hin.

Die Diagnose sollte zusätzlich durch die Bestimmung des Nüchtern-Plasmaglukosespiegels oder die Durchführung eines oralen Glukosetoleranztests überprüft werden.

Indikation

  • V.a. Diabetes mellitus
  • Screening Diabetes mellitus

Material

Sarstedt NaF-Citrat-GlucoEXACT-Monovette 3,1 ml
KABE NaF-Citrat-Kabavette-Vacutainer 4,0 ml
  • 1 ml NaF-Citrat-Blut
  • bei 2 – 8°C etwa eine Woche lang stabil
  • Die korrekte Füllung ist absolut notwendig! Bei nicht vollständigem Füllen der Röhrchen kommt es zu Verdünnungsfehlern (falsch-niedrigen Werten)
  • Das Röhrchen muss nach Befüllen wenige Male geschwenkt werden.
  • Im Labor wird der Verdünnungsfaktor von 1,16 berücksichtigt.
  • Serum- (brauner Deckel) und NaF-Heparin-Röhrchen (gelber Deckel) sollten laut DDG-Praxisempfehlungen für Glukose-Bestimmungen nicht verwendet werden!

Ansatz- / Messzeiten

täglich

Referenzbereich

Nauck, DDG Praxisempfehlung „Definition, Klassifikation und Diagnostik des Diabetes mellitus“ 2017
Männer
4,1 – 11,1 mmol/l
Frauen
4,1 – 11,1 mmol/l
Kinder
3,3 – 11,1 mmol/l

Einheitenrechner

Glukose: mmol/L
Glukose: mg/dL

Beurteilung der Ergebnisse

Ein Glukosespiegel im nicht nüchternen Zustand von 11,1 mmol/l (200 mg/dl) oder höher, weist auf das Vorliegen eines Diabetes hin.

Methode

UV-Photometrie

Literatur

Stand: 29.10.2019
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