Eisen im Serum

Eisen im Serum

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Allgemeines

  • Die Eisen-Bestimmung im Serum diente historisch der Einschätzung des Eisenstatus, ist aber überholt. Hierfür sollte das Serum-Ferritin bestimmt werden.

Indikation

Material

Serum-Gel-Röhrchen

  • 1 ml Serum
  • alternativ können Lithium-Heparin-Röhrchen verwendet werden.
  • Kein EDTA- oder Oxalatplasma verwenden
Stabilität
15-25 °C
7 Tage
2-8 °C
3 Wochen
(-25)-(-15) °C
mehrere Jahre

Durchführung

Durchführungsort/-orte:

MZLA - Standort Altenburg
Durchführungsfrequenz
werktags
jederzeit
an anderen Tagen
jederzeit

Referenzbereich

5.83 – 34.5 µmol/l

Alter
Eisen (µmol/l)
bis 14 Tage
11 – 36
bis 6 Monate
5 – 24
bis 1 Jahr
6 – 28
bis 12 Jahre
4 – 24

Beurteilung der Ergebnisse

  • Der Eisenspiegel im Serum/Plasma ist ernährungsabhängig und unterliegt tageszeitlichen Schwankungen.
  • Zur Abschätzung des Körpereisenstatus ist er ungeeignet, denn:
    • circadiane Schwankungen um >200%
    • Interindividuelle Schwankungen

Erniedrigte Werte:

  • Eisenmangelanämie
  • Eisenverteilungsstörungen

Erhöhte Werte:

  • Eisenverwertungsstörungen
  • hämolytische Anämie
  • Eisenüberladung
  • Hämochromatose
  • Porphyrien
  • schwere nekrotische Leberschädigung

Grenzen des Verfahrens

  • Bei Patienten, die mit Eisenergänzungsmitteln oder metallbindenden Medikamenten behandelt werden, wird das an dieses Medikament gebundene Eisen im Test nicht miterfasst und führt zu falsch erniedrigten Werten.
  • Bei hohen Ferritinkonzentrationen > 1200 μg/L gilt die Annahme, dass Serumeisen fast vollständig an Transferrin gebunden ist, nicht mehr. Daher sollten solche Eisenergebnisse nicht zur Berechnung der Totalen Eisenbindungskapazität (TEBK) oder prozentualen Transferrinsättigung (% SAT) herangezogen werden.

Weiterführende Untersuchungen

Literatur

  • Herstellerangaben
  • Thomas, Labor & Diagnose 2020
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