Ds-DNS-AAK

Allgemeines

Autoantikörper gegen das Phosphoribosegerüst der DNA sind typisch für den Sytemischen Lupus erythematodes und können in 40 bis 90% der Fälle nachgewiesen werden, wobei deren Häufigkeit deutlich mit dem Auftreten einer Lupus-Nephritis korreliert. Auch denaturierte einzelsträngige DNA wird durch den Test erfasst.

Antikörper gegen Doppelstrang-DNA zählen zusammen mit den Anti-SM-, SS-A und U1-RNP-Antikörpern zu den Antinukleären Antikörpern (ANA) und sind essentieller Bestandteil der Kollagenosen-Diagnostik.

Anforderungskürzel/Synonyme

AAK gegen Doppelstrang-DNA, ds-DNA, ds-DNS

Indikation

  • V.a. Systemischen Lupus erythematodes (SLE)

Material

  • 1 ml Serum
  • bei 2 – 8°C etwa eine Woche lang stabil

Ansatz- / Messzeiten

täglich

Referenzbereich

Serum:

  • < 1 : 10

Beurteilung der Ergebnisse

Ds-DNA-Antikörper sind typisch für den Systemischen Lupus erythematodes, können jedoch auch unspezifisch bei Autoimmunhepatitis erhöht vorliegen. 

Die Titer sind prognostisch relevant und korrelieren sowohl mit der Krankheitsaktivität, als auch mit der Entwicklung einer Lupus-Nephritis oder einer Neuropathie.

Methode

IFT (Indirekter Fluoreszenztest):

Ein Antikörper binden zum einen an eine Festphase und zum anderen einen weiteren Antikörper, der an einen Farbstoff gekoppelt ist. Unter einem Fluoreszenzmikroskop zeigen diese dann je nach Zielantigen ein charakteristisches Farbmuster.

Abrechnung

Literatur

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