CA 125

CA 125

Themenübersicht

Allgemeines

  • CA 125 ist ein Tumormarker, desses wesentliche klinische Bedeutung in seiner adjuvanten Rolle für die Diagnostik, Therapie- und Verlaufskontrolle des Ovarialkarzinoms liegt. Ferner kann es beim Pankreas-Karzinom nach dem CA 19-9 verwendet werden. Für andere Tumorerkrankungen ist es wegen einer zu geringen diagnostischen Sensitivität und Spezifität nicht zu empfehlen.
  • CA 125 ist ein Epitop sich wiederholender Peptide des Mucins MUC16, das die Proliferation von Krebszellen fördert und gegen Krebszellen gerichtete Immunreaktionen hemmt.

Indikation

  • Verdacht und Verlaufskontrolle beim Ovarialkarzinom
  • ROMA-Index zur Risikoeinstufung einer Raumforderung des Beckens
  • Zweitmarker nach 19-9 beim Pankreas-Karzinom

Material

Serum-Gel-Röhrchen

  • 1 ml Serum
  • alternativ können EDTA- und Lithium-Heparin-Röhrchen verwendet werden.
Stabilität
20-25 °C
8 Stunden
2-8 °C
5 Tage
-20 °C
24 Wochen

Durchführung

Durchführungsort/-orte:

MZLA - Standort Altenburg
Durchführungsfrequenz
werktags
täglich
an anderen Tagen
nein

Referenzbereich

< 35.0 U/ml

Beurteilung der Ergebnisse

Erhöhte Werte:

Maligne Erkankungen:

  • höchste Werte bei epithelialen Ovarialkarzinomen
    • nach Resektion können erhöhte Werte auf ein Rezidiv hindeuten
  • ggf. erhöhte CA 125-Werte auch bei Malignomen
    • der Brust,
    • des Endometriums oder
    • des Gastrointestinaltrakts

Benigne Erkrankungen:

  • Ovarialzysten
  • Endometriose
  • benignen gastrointestinalen Erkrankungen
  • während der Schwangerschaft
  • Pankreatitis
  • Zirrhose
  • Hepatitis
  • Niereninsuffizienz

Erniedrigte Werte:

  • bei Nikotinabusus
  • nach Hysterektomie
  • nach Eintritt in die Menopause

Grenzen des Verfahrens

Bei Patienten unter Therapie mit hohen Biotin-Dosen (> 5 mg/Tag) sollte die Probenentnahme mindestens 8 Stunden nach der letzten Applikation erfolgen.

Der CA 125 Wert einer Patientenprobe kann in Abhängigkeit vom verwendeten Testverfahren unterschiedlich hoch gemessen werden. CA 125 Werte, die mit unterschiedlichen Testverfahren ermittelt wurden, können nicht miteinander verglichen werden und Ursache für medizinische Fehlinterpretationen sein.

Erfolgt im Verlaufe eines Therapiemonitorings ein Wechsel des CA 125 Bestimmungsverfahrens, so müssen die CA 125 Werte beim Übergang durch Parallelmessungen mit beiden Methoden bestätigt werden.

Weiterführende Untersuchungen

  • HE4 – die Kombination von CA 125 und HE-4 (ROMA-Index) erlaubt eine genauere Abschätzung des Malignitätsrisikos einer Raumforderung des Beckens