Anti-CCP-Antikörper (ACPA)

Anti-CCP-Antikörper (ACPA)

Themenübersicht

Allgemeines

  • Autoantikörper gegen ringförmige Peptide, die Citrullin enthalten. Vermutlich sind CCP die Ziele von Autoimmunprozessen bei der rheumatoiden Arthritis und an Gewebeschäden, z.B. in der Synovialschleimhaut, beteiligt. Deshalb ist ihre Spezifität vergleichsweise hoch.

Indikation

  • Verdacht auf rheumatoide Arthritis

Material

Serum-Gel-Röhrchen

  • 1 ml Serum
  • andere Materialien wurden nicht evaluiert
Stabilität
20-25 °C
48 Stunden
2-8 °C
14 Tage
-20°C
länger als 14 Tage

Durchführung

Durchführungsort/-orte:

MZLA - Standort Altenburg
Durchführungsfrequenz
werktags
zwei Mal pro Woche nach Bedarf
an anderen Tagen
nein

Referenzbereich

< 5.3 = negativ

Beurteilung der Ergebnisse

< 5.3 = negativ
≥ 5.3  =positiv

  • Relevant sind IgG-Autoantikörper. Spezifität 97%, die Titerhöhe korreliert mit der Erkrankungsschwere, aber eher nicht mit der Aktivität.
  • Sie sind prädiktiv nutzbar, da sie mehrere Jahre vor den ersten Symptomen nachweisbar sein können.
  • Sie treten auch bei anderen Arthropathien oder Autoimmunerkrankungen wir SLE Sjögren-Syndrom oder Sklerodermie auf.

Klinische Sensitivität und Spezifität (n=728):

  • Sensitivität = 70,7%
  • Spezifität = 96,5%

Grenzen des Verfahrens

  • Die Leistungsdaten dieses Testes wurden ausschießlich für Serum bestimmt.
  • Entitäten bei denen es zu einer Anti-CCP3-Positivität kommt (n=376):
    • Osteoarthrose (4.1%)
    • Polymyalgia rheumatica (10.0%)
    • Psoriasis-Arthritis (7.1%)
    • SLE (3.8%)
    • Auotimmunhepatitis (AIH) (5.3%)
    • Zöliakie (5.3%)

Weiterführende Untersuchungen

Literatur

  • Herstellerangaben
  • Thomas, Labor & Diagnose 2020
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