Kräuterpollenallergene (w1, w6, w9, w10, w11)

Inhalt

Kräuterpollenallergene (w1, w6, w9, w10, w11)

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Saisonale inhalative Beschwerden von Juli bis September
  • Allergische Symptome vorwiegend im Spätsommer
  • Heuschnupfensymptome während der Blütezeit von Kräuterpollen (Juli bis Oktober)
  • Verdacht auf Nahrungsmittelkreuzreaktionen (Beifuß-Sellerie-Syndrom)
  • Abklärung vor spezifischer Immuntherapie bei Kräuterpollenallergie
  • Verlängerung der Heuschnupfensaison bis in den Spätherbst
  • Neusensibilisierungen bei Erwachsenen ohne bisherige Allergien
  • Verdacht auf allergisches Asthma durch Kräuterpollen


  • Material: Serum
  • Probenmenge: 0,5 ml
  • Nüchternheit: nicht erforderlich
  • Stabilität: Serum 7 Tage bei 2-8°C, 6 Monate bei -20°C
  • Störfaktoren: Hämolytische, lipämische oder ikterische Proben vermeiden
  • Antihistaminika haben keinen Einfluss auf die Bestimmung
  • Transport: Bei Raumtemperatur oder gekühlt
  • Hinweis: Zeitpunkt der Blutentnahme unabhängig von der Pollensaison


Analysegruppe

Interpretation

Allgemeines

Die Kräuterpollenallergene w1 (Beifußblättrige Ambrosie), w6 (Beifuß), w9 (Spitzwegerich), w10 (weißer Gänsefuß) und w11 (Salzkraut) repräsentieren eine diagnostische Kombination für die häufigsten Spätsommerallergene. Diese Kombination ist besonders indiziert bei saisonaler inhalativer Symptomatik von Juli bis September. Beifuß und Ambrosie zeigen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Familie der Korbblütler starke Kreuzreaktivität, weshalb nahezu alle Beifußallergiker auch auf Ambrosia reagieren. Der CAP-Test nutzt FEIA-Technologie (Fluoreszenz-Enzym-Immunoassay) zum Nachweis spezifischer IgE-Antikörper gegen an Celluloseträger gekoppelte Allergene. Die kombinierte Testung dieser fünf Parameter ermöglicht eine umfassende Abklärung der klinisch relevanten Kräuterpollenallergene in einem Ansatz.

Beurteilung

Erhöht:

  • Typ-I-Allergie (IgE-vermittelt) gegen Kräuterpollen
  • Sensibilisierung gegen Beifußpollen (häufigstes Kräuterpollenallergen in Deutschland)
  • Kreuzreaktivität zwischen Beifuß und Ambrosie (beide Korbblütler)
  • Beifuß-Sellerie-Gewürz-Syndrom
  • Kreuzallergien auf Nahrungsmittel (Tomate, Gurke, Melone, Banane)
  • Klassische Heuschnupfensymptome mit Rhinitis und Niesreiz

Erniedrigt:

  • Keine klinische Relevanz bei negativem Befund
  • Ausschluss einer IgE-vermittelten Kräuterpollenallergie


Grenzen

  • Auch CAP-Klasse 0 kann klinisch relevant sein, insbesondere bei niedrigen Gesamt-IgE-Werten
  • Differenzierung zwischen Beifuß- und Ambrosie-Allergie mittels Standardtests schwierig
  • Isolierte Positivität nur auf Ambrosie sehr selten, meist Doppel-Positivität
  • Kreuzreaktionen bei Wegerich selten, aber möglich mit Ölbaumgewächsen und Gänsefuß
  • Mischallergene können Einzelallergen-Sensibilisierungen maskieren
  • Klinische Korrelation erforderlich für Therapieentscheidung


Methode

CAP

Einheit

kU/l
analysen.mzla.de
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