Baumallergene 9 (t2, t3, t4, t7, t12)

Inhalt

Baumallergene 9 (t2, t3, t4, t7, t12)

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Verdacht auf Baumpollenallergie bei typischen saisonalen Beschwerden von Februar bis Juni
  • Abklärung von allergischer Rhinokonjunktivitis und/oder Asthma in den Frühjahrsmonaten
  • Bestimmung des Sensibilisierungsprofils bei Pollen-Allergien zur Auswahl der geeigneten spezifischen Immuntherapie
  • Differenzialdiagnostik bei Mehrfachsensibilisierung gegen verschiedene Pollenfamilien
  • Verlaufskontrolle unter spezifischer Immuntherapie mit Baumpollen
  • Screening vor geplanter Hyposensibilisierung mit Baumpollenextrakten
  • Abklärung von kreuzreaktiven Nahrungsmittelallergien (orales Allergiesyndrom)
  • Allergiediagnostik bei Kleinkindern ohne Hauttest-Möglichkeit


  • Material: Serum (1 ml)
  • Nüchternheit: nicht erforderlich
  • Stabilität: 7 Tage bei 2-8°C, 3 Monate bei -20°C
  • Störfaktoren: keine bekannten Interferenzen
  • Transport: gekühlt
  • Probenvorbereitung: keine besonderen Anforderungen
  • Kommentar: Parallel zur Blutentnahme Dokumentation der aktuellen Symptomatik


Analysegruppe

Interpretation

Allgemeines

Die Baumallergene 9 (tx9) umfassen eine Kombination aus Erle (t2), Birke (t3), Hasel (t4), Eiche (t7) und Salweide (t12), welche die wichtigsten einheimischen Frühblüher-Allergene repräsentiert. Das CAP (ImmunoCAP) System ermöglicht den quantitativen Nachweis spezifischer IgE-Antikörper gegen diese Allergenextrakte und hilft bei der Unterscheidung zwischen primärer Sensibilisierung und Kreuzreaktivität. Birkenpollen besitzen Antigengemeinschaften zu anderen Baumpollen, da die Allergene von Birke, Erle und Hasel zur selben Gruppe gehören. Erle (t2) und Hasel (t4) sind hoch kreuzreaktiv und werden durch die Birke miterfasst, wodurch diese Kombination für die initiale Diagnostik der wichtigsten Baumpollenallergien besonders geeignet ist.

Beurteilung

Erhöht:

  • Primäre Baumpollenallergie gegen Birken-, Erlen- und/oder Haselpollen
  • IgE-vermittelte Soforttyp-Allergie (Typ I nach Coombs und Gell)
  • Kreuzreaktive Sensibilisierung zwischen den enthaltenen Baumallergenen
  • Polysensibilisierung bei breit angelegter Baumpollen-Allergie
  • Verstärkung der Symptomatik während der jeweiligen Pollenflugsaison

Erniedrigt/Negativ:

  • Keine IgE-vermittelte Sensibilisierung gegen die getesteten Baumallergene
  • Allergie gegen andere (nicht im Panel enthaltene) Baumarten möglich
  • Nicht-allergische Rhinitis oder andere Ursachen der Beschwerden
  • Sehr frühe Sensibilisierungsphase mit noch nicht nachweisbaren IgE-Spiegeln


Grenzen

  • Kreuzreaktionen zwischen den Allergenen können Einzeldifferenzierung erschweren
  • Positive Ergebnisse durch Kreuzreaktionen mit Nebenallergenen (Polcalcin, Profilin) möglich
  • Keine Aussage über klinische Relevanz – Korrelation mit Anamnese erforderlich
  • Bei isolierter Haselblüte-Symptomatik kann Einzelallergen-Testung sinnvoller sein
  • Keine Erfassung von Non-IgE-vermittelten allergischen Reaktionen
  • Seltene Baumarten (z.B. Esche, Kastanie) nicht enthalten


Methode

CAP

Einheit

kU/l
analysen.mzla.de
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