Baumallergene 5 (t2, t4, t8, t12, t14)

Inhalt

Baumallergene 5 (t2, t4, t8, t12, t14)

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Verdacht auf Frühjahrspollen-Allergie bei saisonaler Rhinokonjunktivitis (Februar-Mai)
  • Differenzierung bei polysensibilisierten Patienten mit multiplen Baumpollen-Reaktionen
  • Abklärung kreuzreaktiver Nahrungsmittelallergie-Symptome (orales Allergiesyndrom)
  • Unklare respiratorische Beschwerden im Vorfrühling
  • Prätherapeutische Diagnostik vor spezifischer Immuntherapie
  • Berufsbezogene Allergie-Abklärung bei Exposition gegenüber Baumpollen
  • Verlaufskontrolle unter Hyposensibilisierung


  • Material: Serum (1 ml), keine besonderen Entnahmebedingungen
  • Nüchternheit: Nicht erforderlich
  • Stabilität: 7 Tage bei Raumtemperatur (20-25°C), länger bei 2-8°C gelagert
  • Störfaktoren: Lipämie, Hämolyse, Ikterus können Messwerte beeinflussen
  • Antihistaminika beeinflussen In-vitro-Tests nicht (im Gegensatz zu Hauttests)
  • Probentransport bei Raumtemperatur oder gekühlt möglich


Interpretation

Allgemeines

Das Baumpollenpanel tx5 umfasst fünf wichtige europäische Laubbaumallergene: Erle (t2, Alnus incana), Haselnuss (t4, Corylus avellana), Ulme (t8, Ulmus americana), Weide (t12, Salix caprea) und Pappel (t14, Populus deltoides). Diese Bäume enthalten strukturähnliche Allergene zur Bet v 1-Familie (PR-10-Proteine), wodurch sie hochgradig kreuzreaktiv sind. Bet v 1-Homologe in Erlen- und Haselpollen sind die wichtigsten Auslöser einer saisonalen allergischen Rhinokonjunktivitis mit oder ohne Asthma bronchiale in Nord- und Mitteleuropa im Frühjahr. Die CAP-Methode nutzt einen Fluoreszenz-Enzym-Immunoassay (FEIA) zum spezifischen IgE-Nachweis. Erle und Hasel sind hoch kreuzreaktiv und werden diagnostisch häufig durch die Birke miterfasst.

Beurteilung

Erhöht:

  • Sensibilisierung gegen Frühblüher-Baumpolle (Erle, Hasel, Ulme, Weide, Pappel)
  • Kreuzreaktivität mit anderen Fagales-Bäumen (Birke, Buche, Hainbuche)
  • Birkenpollenassoziierte Nahrungsmittelallergie gegen rohes Obst und Gemüse
  • Klinisch relevante Pollenallergie meist ab CAP-Klasse 3-6
  • Bei niedrigen Werten (CAP 1-2) kritische klinische Korrelation erforderlich

Erniedrigt:

  • Ausschluss einer IgE-vermittelten Sensibilisierung gegen diese Baumallergene
  • Mögliche andere Allergenquellen oder nicht-allergische Rhinitis


Grenzen

  • Kreuzreaktivität durch Pollenpanallergene (Profilin, Polcalcine) kann echte Sensibilisierung vortäuschen
  • Bei sehr hohem Gesamt-IgE sind unspezifische Mitreaktionen möglich (meist CAP 1-2)
  • Regionale Pollenflug-Unterschiede beeinflussen klinische Relevanz
  • Einzelallergen-Bestimmung kann bei grenzwertigen Befunden erforderlich sein
  • Zeitlich umschriebene Symptomatik kann Einzelbaum-Testung rechtfertigen
  • Komponentenbasierte Diagnostik (Bet v 1) für präzisere Differenzierung verfügbar


Methode

CAP

Einheit

kU/l
analysen.mzla.de
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