Nahrungsmittelallergene (f49,f94,f95,f242,f255)

Inhalt

Nahrungsmittelallergene (f49,f94,f95,f242,f255)

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Verdacht auf orales Allergiesyndrom (OAS) bei bekannter Birkenpollen-Allergie
  • Symptome wie Juckreiz an Lippen, Zunge, Gaumen und Rachen nach Steinobstverzehr
  • Allergologische Anamnese mit Verdacht auf IgE-vermittelte Sensibilisierung gegen Steinobst
  • Abklärung von Kreuzreaktivitäten zwischen verschiedenen Steinobst-Arten
  • Diagnostik bei bis zu 75% der Erwachsenen mit Birkenpollen-Allergie und Nahrungsmittelsymptomen
  • Differenzierung zwischen echter Nahrungsmittelallergie und pollenassoziierten Kreuzreaktionen
  • Unterscheidung zwischen klinisch relevanter Allergie und asymptomatischer Sensibilisierung


  • Material: Serum oder Plasma
  • Volumen: 30 µl pro Allergen
  • Nüchternheit: nicht erforderlich
  • Stabilität: Serum/Plasma bei -20°C, wiederholtes Einfrieren/Auftauen vermeiden
  • Transport: vor Gebrauch auf Raumtemperatur erwärmen
  • Unabhängig von Alter, Hautzustand, Medikation und Schwangerschaft
  • Nach Auftauen auf homogene Mischung achten


Interpretation

Allgemeines

Das diagnostische Panel umfasst spezifische IgE-Antikörper gegen fünf Steinobst-Allergene (Apfel f49, Birne f94, Pfirsich f95, Kirsche f242, Pflaume f255) mittels CAP-System. Diese Früchte gehören zur Familie der Rosaceae und zeigen häufige Kreuzreaktivitäten untereinander. Die Kombination ist besonders relevant bei sekundären Nahrungsmittelallergien infolge Pollenkreuzreaktivitäten mit Birkenpollen-assoziierten PR-10-Proteinen und Profilinen. Das CAP-System verwendet einen aktivierten Cellulose-Polymer als Festphase (ImmunoCAP), der eine höhere Proteinbindungskapazität und verbesserte Sensitivität bietet. Die diagnostische Rationale liegt in der gemeinsamen Testung von Kern- und Steinobst, da Kreuzreaktivitäten besonders bei Baumpollenallergikern auftreten.

Beurteilung

Erhöht:

  • Sekundäre Nahrungsmittelallergie bei primärer Birkenpollen-Sensibilisierung
  • Orales Allergiesyndrom mit Beschränkung auf Mundschleimhaut, Lippen, Zunge und Rachen
  • Kreuzreaktivität zwischen Pfirsich, Aprikose, Pflaume und Kirsche
  • Sensibilisierung gegen Kern- und Steinobst bei Frühblüher-Allergie
  • Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie (PFAS) bei bis zu 60% der Pollenallergiker

Erniedrigt:

  • Klinisch nicht relevant – IgE-Antikörper sind natürlicherweise in geringen Mengen vorhanden
  • Ausschluss einer IgE-vermittelten Allergie gegen die getesteten Steinobst-Allergene


Grenzen

  • Positive Testergebnisse können asymptomatische Sensibilisierung ohne klinische Relevanz darstellen
  • Sensibilisierung bedeutet nicht automatisch klinische Symptome
  • OAS-Allergene werden meist durch Kochen und Verdauung denaturiert
  • Hitzeempfindliche Allergene können bei verarbeiteten Früchten negativ ausfallen
  • Interpretation immer im Kontext der klinischen Anamnese erforderlich
  • Kreuzreaktivitäten zwischen Einzelallergenen können Interpretation erschweren


Methode

CAP

Einheit

kU/l
analysen.mzla.de
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