Spez. IgE Nüsse (f201, f202, f203, f256)

Inhalt

Spez. IgE Nüsse (f201, f202, f203, f256)

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Verdacht auf IgE-vermittelte Nussallergie bei anamnestischen Hinweisen auf Reaktionen nach Nussverzehr
  • Screening bei verdächtigen Lebensmitteln vor weiterführender Diagnostik
  • Differenzialdiagnostik bei unklaren allergischen Reaktionen im Nahrungsmittelbereich
  • Risikostratifizierung bei bekannter Nussallergie
  • Verlaufskontrolle bei Nussallergie im Kindesalter
  • Präoperative Allergiediagnostik bei Risikopatienten
  • Begutachtung von Berufskrankheiten im Bereich Nahrungsmittelindustrie
  • Abklärung von Kreuzreaktionen zwischen botanisch verwandten Nüssen


  • Material: Serum, 1-2 ml
  • Nüchternheit: nicht erforderlich
  • Stabilität: Eine Woche bei 2-8°C, für spätere Verwendung bei -20°C
  • Störfaktoren: Ikterische, hämolytische und lipämische Proben nur unter Vorbehalt analysierbar, bakteriell kontaminierte Proben müssen verworfen werden
  • Abrechnung GKV: Nachweis eines durchgeführten Haut- und/oder Provokationstests erforderlich, max. 9 RAST-Untersuchungen pro Quartal
  • Kinder <6 Jahre: Kein vorheriger Haut-/Provokationstest nötig, max. 15 RAST-Untersuchungen pro Quartal


Interpretation

Allgemeines

Diese Nuss-Mischung (fx22) umfasst spezifisches IgE gegen Pekannuss (f201), Cashewnuss (f202), Pistazie (f203) und Walnuss (f256). Der CAP-Test ist eine Weiterentwicklung des RAST und weist spezifisches IgE mittels FEIA (Fluoreszenz-Enzym-Immunoassay) nach. Nüsse stammen aus sehr unterschiedlichen botanischen Familien und enthalten verschiedene Allergenkomponenten, von denen einige schwere systemische Reaktionen auslösen und andere eher milde allergische Symptome aufgrund von Kreuzreaktivitäten verursachen können. Aufgrund naher Verwandtschaft bestehen Kreuzreaktionen zwischen Walnuss und Pekannuss sowie zwischen Cashew und Pistazie. Es handelt sich bei dieser Mischung um eine Gesamtbestimmung. Sollte diese Mischung positiv sein, kann eine Aufschlüsselung vorgenommen werden, indem die enthaltenen spezifischen IgE einzelnen bestimmt werden.

Beurteilung

Erhöht:

  • CAP-Klasse 1 (>0,35 kU/l): Nachweis einer Sensibilisierung
  • CAP-Klasse 2: vermehrt spezifisches IgE vorhanden
  • CAP-Klasse 3-6: signifikante Erhöhung des spezifischen IgE
  • Patienten mit Reaktionen auf inhalative Allergene zeigen meist deutliche Sensibilisierungen (CAP-Klassen 4-6)
  • Kreuzreaktionen zwischen Walnuss und Pekannuss sowie zwischen Cashew und Pistazie

Erniedrigt/Negativ:

  • CAP-Klasse 0 (<0,35 kU/l): negativ, keine Sensibilisierung nachweisbar
  • Negative Ergebnisse schließen Allergie weitgehend aus, außer in seltenen Fällen bei Monosensibilisierung


Grenzen

  • Die Zuordnung zu einer CAP-Klasse reicht für die Diagnosestellung einer Allergie alleine nicht aus. Auch bei niedrigen IgE-Werten können schwere allergische Symptome auftreten
  • Bei sehr hohem Gesamt-IgE sind unspezifische Mitreaktionen möglich (meist CAP-Klasse 1-2) ohne tatsächliche Sensibilisierung
  • Spezifische IgE im Serum haben kürzere Halbwertszeit (2-3 Tage) als mastzellständige IgE. Ein positiver Hauttest muss nicht mit positivem sIgE korrelieren
  • Die Titerhöhe muss nicht mit der Schwere der Symptomatik korrelieren
  • Die Allergenkomponenten-Diagnostik ist nicht sensitiver als der herkömmliche CAP-Test
  • IgE-Titer eignet sich nicht zur Therapiekontrolle bei Hyposensibilisierung


Methode

CAP

Einheit

kU/l
analysen.mzla.de
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.