Spez. IgE Obst (f84,f92,f95,f210)

Inhalt

Spez. IgE Obst (f84,f92,f95,f210)

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Verdacht auf IgE-vermittelte Obstallergien bei anamnestischen Hinweisen
  • Differenzialdiagnose bei oralen Allergiesyndrom (OAS) nach Obstgenuss
  • Abklärung von Obstallergien bei Birkenpollenallergikern
  • Unklare gastrointestinale oder kutane Symptome nach Obstkonsum
  • Präoperative Abklärung vor geplanten Eingriffen bei Verdacht auf Latexallergie (Kreuzreaktivität Kiwi-Latex)
  • Therapieplanung vor allergenspezifischer Immuntherapie
  • Hauttest nicht durchführbar (Hautveränderungen, Urticaria factitia, Antihistaminika-Einnahme)


  • Material: Serum (5 ml), keine Nüchternheit erforderlich
  • Stabilität: 1 Woche bei 2-8°C, längerfristig bei -20°C
  • Störfaktoren: Hämolyse und Lipämie können photometrische Messung beeinträchtigen
  • Bei Medikamenten- oder Insektengiftallergien: Blutentnahme während oder innerhalb 6 Monaten nach Exposition
  • Transport bei Raumtemperatur möglich


Interpretation

Allgemeines

Das spezifische IgE Obstpanel beinhaltet die Allergenextrakte Kiwi (f84), Banane (f92), Pfirsich (f95) und Ananas (f210). Die CAP-Methode basiert auf einem Fluoreszenz-Enzym-Immunoassay (FEIA), bei dem Allergene an einen Celluloseträger gekoppelt werden und spezifische IgE-Antikörper aus dem Patientenserum binden. Kreuzreaktivitäten bestehen zwischen verschiedenen Obstarten, insbesondere Ananas-Kiwi und bei Birkenpollenallergikern durch PR-10 Proteine mit Pfirsich. Der Nachweis allergenspezifischer IgE-Antikörper entspricht einer vorliegenden Sensibilisierung, wobei für die Diagnose einer klinisch relevanten Allergie zusätzliche anamnestische und klinische Untersuchungen erforderlich sind.

Beurteilung

Erhöht:

  • CAP-Klasse 1-6 (≥0,35 kU/l): Nachweis einer Sensibilisierung
  • IgE-vermittelte Soforttyp-Reaktion auf entsprechende Obstallergene
  • Kreuzreaktionen bei Birkenpollen-assoziierten Nahrungsmittelallergien
  • Latex-Frucht-Syndrom (insbesondere Kiwi)

Erniedrigt/Negativ:

  • Klinisch relevante Allergie bei niedrigen Werten nicht ausgeschlossen
  • Mögliche nicht-IgE-vermittelte Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Spezifisches IgE im Serum hat kürzere Halbwertszeit (2-3 Tage) als mastzellständiges IgE


Grenzen

  • CAP-Klasse korreliert nicht zwangsläufig mit Symptomschwere
  • Positiver Hauttest muss nicht mit positivem spezifischen IgE korrelieren
  • Interferenz durch sehr hohe spezifische Antikörper anderer Klassen möglich
  • IgE-Titer nicht zur Therapiekontrolle bei Hyposensibilisierung geeignet
  • Kreuzreaktivitäten können zu falsch-positiven Ergebnissen führen
  • Komponenten-aufgelöste Diagnostik teilweise erforderlich


Methode

CAP

Einheit

kU/l
analysen.mzla.de
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