Spez. IgE Vogelfedern – e70,e85,e86,e89

Inhalt

Spez. IgE Vogelfedern – e70,e85,e86,e89

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Verdacht auf Vogelfeder-Allergie bei respiratorischen Symptomen
  • Abklärung der exogen-allergischen Alveolitis (Vogelhalterlunge)
  • Diagnostik bei perennialer Rhinitis mit Federkissenbenutzung
  • Differenzialdiagnose bei beruflicher Exposition (Geflügelzucht)
  • Screening bei Vogelhaltern mit unklaren Atemwegssymptomen
  • Verlaufskontrolle bei bekannter Vogelfederallergie
  • Abklärung von Bettfedern-Alveolitis
  • Präoperative Diagnostik vor geplanter Vogelhaltung


  • Material: Serum (Vollblut möglich)
  • Nüchternheit: Nicht erforderlich
  • Stabilität: Serum 7 Tage bei 2-8°C, 3 Monate bei -20°C
  • Störfaktoren: Antihistaminika und Glucokortikoide beeinflussen IgE-Tests nicht
  • Probenmenge: Minimaler Bedarf durch CAP-Technologie
  • Versand: Bei Raumtemperatur bis 24h möglich
  • Hämolyse: Kann Messung beeinträchtigen
  • Lipämie: Generell störend für Immunoassays


Analysegruppe

Interpretation

Allgemeines

Die spezifische IgE-Bestimmung gegen Vogelfedern e70 (Gänsefedern), e85 (Hühnerfedern), e86 (Entenfedern) und e89 (Truthahnfedern) mittels CAP-Methode dient der Diagnostik von IgE-vermittelten Typ-I-Allergien sowie der exogen-allergischen Alveolitis (EAA). Diese Federnmischung ist diagnostisch besonders relevant, da die Benutzung von Federkissen bei gleichzeitiger Haltung von gefiederten Haustieren das Risiko einer perennialen Rhinitis steigert. Die EAA wird durch antigenspezifische T-Lymphozyten (CD4-Lymphozyten) hervorgerufen, die fast immer von zirkulierenden IgG-Antikörpern gegen dieselben Antigene begleitet werden, während IgE-Antikörper eine Ausschüttung von Botenstoffen aus Mastzellen und Basophilen verursachen, die zur allergischen Reaktion führen. Die CAP-Methode bietet durch ihre Technik den Vorteil einer hohen Sensibilität bei gleichzeitig hoher Spezifität.

Beurteilung

Erhöht:

  • IgE-vermittelte Vogelfederallergie (Typ I)
  • Vogelhalterlunge mit Allergie gegen Vogelkot und Vogeleiweiße
  • Sensibilisierung nach beruflicher Exposition
  • Kreuzreaktionen zwischen verschiedenen Vogelarten
  • Bettfedern-Alveolitis bei Daunenbetten
  • Polysensibilisierung bei Atopikern

Erniedrigt/Negativ:

  • Keine IgE-vermittelte Sensibilisierung
  • Mögliche EAA trotz negativem IgE (IgG-vermittelt)
  • Erfolgreiche Allergenkarenz
  • Immunsuppressive Therapie
  • Sehr frühe Expositionsphase


Grenzen

  • Methodenabhängige Grenzwerte (meist 0,35 kU/L)
  • Sensibilisierung bedeutet nicht automatisch klinische Allergie
  • Oft führen nicht die Federn selbst, sondern deren Befall mit Milben zu allergischen Reaktionen
  • Bei seltenen Allergenexpositionen oft nur geringe IgE-Mengen nachweisbar, dennoch relevante Sensibilisierung möglich
  • Non-Responder bei etwa 5-10% der Patienten
  • Kreuzreaktivität zwischen verschiedenen Vogelarten
  • Falsch-negative Ergebnisse bei immunsupprimierten Patienten


Methode

CAP

Einheit

kU/l
analysen.mzla.de
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