Spez. IgE Nagerepithelien – e6,e82,e84,e87,e88

Inhalt

Spez. IgE Nagerepithelien – e6,e82,e84,e87,e88

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Verdacht auf allergische Rhinokonjunktivitis oder Asthma bei Kontakt mit Nagetieren
  • Abklärung von Atemwegsbeschwerden bei Tierhaltung oder beruflichem Kontakt (Labor, Veterinärmedizin)
  • Differenzialdiagnostik bei unklarer perennialer Allergie
  • Screening bei Kindern vor geplanter Haustierhaltung
  • Bewertung einer spezifischen Immuntherapie-Indikation bei Nagetierallergien
  • Verlaufskontrolle bei bekannter Nagetierallergie
  • Abklärung systemischer Reaktionen nach Nagerkontakt
  • Berufsallergische Diagnostik bei exponierten Personen (Laborpersonal, Tierärzte)


  • Material: Serum (mindestens 0,5 ml)
  • Nüchternheit: Nicht erforderlich
  • Abnahme: Röhrchen ohne Zusätze verwenden
  • Stabilität: 7 Tage bei 2-8°C, 6 Monate bei -20°C
  • Versand: Gekühlt bei 2-8°C
  • Störfaktoren: Sehr hohe Gesamt-IgE-Werte können zu falsch-positiven Ergebnissen führen
  • Interferenzen: Keine Beeinflussung durch Antihistaminika oder Kortikosteroide
  • Hämolyse vermeiden


Interpretation

Allgemeines

Das spezifische IgE gegen Nagerepithelien (ex70) ist ein kombiniertes Allergenpanel zur Diagnose von IgE-vermittelten Typ-I-Überempfindlichkeitsreaktionen gegen häufige Nagetierallergene. Diese Allergenmischung detektiert IgE-Antikörper gegen Meerschweinchenepithelien (e6), Kaninchenepithelien (e82), Hamsterepithelien (e84), Ratten (e87) und Mäuse (e88). Die CAP-Methode (Carrier-Polymer-System) weist spezifisches IgE mittels FEIA (Fluoreszenz-Enzym-Immunoassay) nach und gilt als Goldstandard-Technologie für spezifische IgE-Blutuntersuchungen. Diese Kombination ist besonders diagnostisch wertvoll, da 60-70% der Tierallergiker eine Co-Sensibilisierung gegen mehrere Haustiere zeigen und Kreuzreaktionen zwischen verschiedenen Nagetierspezies aufgrund homologer Proteine häufig sind.

Beurteilung

Erhöht:

  • IgE-vermittelte Sensibilisierung gegen einen oder mehrere Nagerallergene
  • Klinisch relevante Nagetierallergie bei positiver Anamnese
  • Kreuzreaktivität zwischen verschiedenen Nagetierarten
  • Berufliche Sensibilisierung durch Labortierkontakt
  • Polysensibilisierung bei atopischen Patienten

Erniedrigt/Negativ:

  • Keine IgE-vermittelte Sensibilisierung gegen getestete Nagerallergene
  • Mögliche nicht-IgE-vermittelte Reaktionsmechanismen
  • Sehr frühe Sensibilisierungsphase (noch nicht nachweisbar)
  • Allergen nicht im Testpanel enthalten
  • Immunsuppression oder sehr niedrige IgE-Gesamtwerte


Grenzen

  • Sensibilisierung bedeutet nicht automatisch klinische Relevanz – Korrelation mit Anamnese erforderlich
  • Mögliche Kreuzreaktivität kann echte Polysensibilisierung vortäuschen
  • Negative Ergebnisse schließen Allergie nicht vollständig aus (lokale IgE-Produktion möglich)
  • Schwankende Allergenkonzentrationen in verschiedenen Extraktchargen
  • Interferenz durch sehr hohe Gesamt-IgE-Werte oder RF-Faktoren möglich
  • Nicht geeignet für Therapiemonitoring bei Immuntherapie


Methode

CAP

Einheit

kU/l
analysen.mzla.de
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