Spez. IgE Tier-Epithelien – e1,e3,e4,e5
Inhalt
Spez. IgE Tier-Epithelien – e1,e3,e4,e5
Inhalt
Probennahme
Indikation
- Verdacht auf Tierhaarallergie bei entsprechender Anamnese
- Allergische Rhinokonjunktivitis nach Tierkontakt
- Allergisches Asthma bronchiale bei Tierexposition
- Atopische Dermatitis mit Verschlechterung nach Tierkontakt
- Screening bei mehreren Haustieren im Haushalt
- Abklärung berufsbedingter Allergien (Tierärzte, Landwirte)
- Präoperative Abklärung vor Allergen-Immuntherapie
- Monitoring bei bekannter Tierhaarallergie
- Material: Serum, 2 ml
- Stabilität: 7 Tage bei 2-8°C, mehrere Monate bei -20°C
- Nüchternheit: Nicht erforderlich
- Transport: Gekühlt bei 2-8°C
- Störfaktoren: Immunsuppressive Therapie kann Ergebnisse beeinflussen
- Hämolytische, lipämische oder ikterische Proben können interferieren
- Antihistaminika beeinflussen nicht die IgE-Bestimmung
Interpretation
Allgemeines
Das Tier-Epithelien-Panel ex1 kombiniert spezifische IgE-Antikörper gegen die vier häufigsten tierseitigen Allergene: Katzenschuppen (e1), Pferdeschuppen (e3), Rinderschuppen (e4) und Hundeschuppen (e5). Etwa 60-70% der Tierallergiker zeigen eine Co-Sensibilisierung gegen mehrere Haustiere. Die klinischen Manifestationen der Typ-I-Sofortreaktion entstehen durch die Freisetzung von Mediatoren wie Histamin, Leukotrienen und Prostaglandinen aus IgE-sensibilisierten Mastzellen und basophilen Granulozyten nach Allergenkontakt. Die Diagnostik sollte mit einer allergologischen Anamnese beginnen, gefolgt von Tests zur IgE-Sensibilisierung mittels FEIA-Technologie. Bei positiver Mischung kann eine Aufschlüsselung durch Einzelallergenbestimmung erfolgen.
Beurteilung
Erhöht:
- IgE-vermittelte Typ-I-Allergie gegen Tierepithelie
- Allergische Rhinokonjunktivitis
- Allergisches Asthma bronchiale
- Atopische Dermatitis mit Tierbezug
- Kreuzreaktivität zwischen verschiedenen Säugetierallergenen
- Beruflich bedingte Allergien
Erniedrigt/Negativ:
- Keine IgE-vermittelte Sensibilisierung gegen Tierepithelie nachweisbar
- Mögliche Typ-IV-Reaktion (zellvermittelt)
- Nicht-allergische Ursachen der Symptomatik
- Immunsuppression oder sehr früher Testzeitpunkt
Grenzen
- Falsch positive Ergebnisse durch kreuzreaktive Kohlenhydratdeterminanten (CCD) möglich, besonders bei niedrig-positiven Werten
- Patienten ohne klinisch relevante Sensibilisierung können messbare IgE-Werte aufweisen – Korrelation mit klinischem Bild erforderlich
- Mischungstest zeigt nicht das ursächliche Einzelallergen
- Referenzstandard bleibt die orale/nasale Provokation in zweifelhaften Fällen
- Interferenzen bei hämolytischen oder lipämischen Proben
- Methodenbedingte Kreuzreaktivitäten zwischen Säugetierepithelien
Methode
CAP
Einheit
- Stand: 2026-06-12