Helicobacter pylori (Antigennachweis im Stuhl)
Helicobacter pylori (Antigennachweis im Stuhl)
Allgemeines
Bei Helicobacter pylori handelt es sich um ein spiralförmiges, gramnegatives Bakterium. Der Mensch (Magenschleimhaut) stellt das einzig bekannte Reservoir dar. Die H.-pylori-Infektion induziert eine chronisch aktive Gastritis. Assoziierte Erkrankungen sind die gastro-duodenale Ulkuskrankheit, das Magenkarzinom und das gastrale Marginalzonen-B-Zell-Lymphom des Schleimhaut-assoziierten Gewebes (MALT).
Indikation
- Nachweis des H. pylori Antigens
- unterstützender Test bei der Diagnose einer H. pylori Infektion
- zur Kontrolle eines Therapieerfolges
- bei Entzündungen, die im ursächlichen Zusammenhang mit einer chronischen Gastritis, Magen- und Dünndarmgeschwüren und Magenkarzinomen stehen
Material und Lagerung
Stuhl (erbsengroße Menge)
- Stuhlproben sollten frisch verwendet werden max. 72 h
- gekühlter Transport bei 2 – 8 °C
- Langzeitlagerung von unverdünnten Proben bei -20 °C
Ausschlusskriterien
Stuhlproben oder Rektalabstriche in Transportbehältern die Transportmedien, Konservierungsstoffe, tierische Seren, Metall-Ionen, oxidierende Agenzien oder Detergenzien enthalten, sollten nicht verwendet werden.
Untersuchungsauftrag
Helicobacter pylori Antigen (HPAG, Antigennachweis im Stuhl)
Testhäufigkeit / Analysedauer
Testhäufigkeit
- werktäglich (Mo – Fr)
Analysedauer
- 24 h
Referenzbereich
negativ
Methode
Enzymimmunoassay
Grenzen des Verfahrens
Der Test kann keine quantitative Aussage treffen, somit sollten die Testergebnisse immer im Zusammenhang mit dem klinischen Bild und/oder anderen Testverfahren interpretiert werden.
Ein negatives Ergebnis schließt eine mögliche Infektion nicht aus. Bei weiter bestehendem Verdacht sollte die Kontrolle mit einer frischen Stuhlprobe erfolgen.