Nahrungsmittelallergene 1 (f25,f45,f47,f48,f85)
Inhalt
Nahrungsmittelallergene 1 (f25,f45,f47,f48,f85)
Inhalt
Probennahme
Indikation
- Verdacht auf IgE-vermittelte Reaktionen nach Verzehr von Tomaten, Hefe, Knoblauch, Zwiebel oder Sellerie
- Gastrointestinale Beschwerden nach Genuss italienischer oder mediterraner Küche
- Unklare allergische Soforttypreaktionen mit Verdacht auf Gewürz- oder Gemüseallergie
- Screening bei Patienten mit multiplen Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Abklärung bei atopischer Dermatitis mit verdächtiger Nahrungsmittelkomponente
- Berufsbezogene Allergiediagnostik in der Lebensmittelindustrie oder Gastronomie
- Präoperative Abklärung bei Patienten mit anamnestischen Hinweisen auf entsprechende Allergien
- Verlaufskontrolle bei bekannten Sensibilisierungen gegen diese Allergenmischung
- Material: Serum (1 mL), alternativ Plasma (EDTA, Heparin)
- Nüchternheit: Nicht erforderlich
- Stabilität: Serum bei 2-8°C für 7 Tage, bei -20°C mehrere Monate stabil
- Störfaktoren: Stark hämolytische, lipämische oder ikterische Proben können Messwerte beeinflussen
- Antihistaminika haben keinen Einfluss auf die Bestimmung (im Gegensatz zum Hauttest)
- Probentransport: Bei Raumtemperatur bis 24h, gekühlt bevorzugt
- Besonderheit: Bestimmung auch bei Säuglingen, Schwangeren und bei Hauterkrankungen möglich
Interpretation
Allgemeines
Die Nahrungsmittelmischung 1 (fx7) umfasst die spezifischen IgE-Antikörper gegen Tomate (f25), Bäckerhefe (f45), Knoblauch (f47), Zwiebel (f48) und Sellerie (f85). Diese Kombination repräsentiert wichtige Nahrungsmittelallergene, die häufig in der mediterranen und mitteleuropäischen Küche vorkommen. Die CAP-FEIA-Methode ermöglicht die quantitative Bestimmung allergen-spezifischer IgE-Antikörper und stellt einen Baustein in der Diagnostik IgE-vermittelter Nahrungsmittelallergien dar. Die Prävalenz von Nahrungsmittelallergien beträgt etwa 4,2% bei Kindern und 3,7% bei Erwachsenen in Deutschland. Dabei ist zu beachten, dass Sensibilisierungen gegen Nahrungsmittelallergene bei etwa 20% der Kinder und Jugendlichen auftreten, jedoch nur bei 4,2% eine klinisch relevante Nahrungsmittelallergie vorliegt.
Beurteilung
Erhöht:
- IgE-vermittelte Soforttypallergie gegen einen oder mehrere Bestandteile der Mischung
- Kreuzreaktionen bei Pollenallergien (besonders Beifuß-Sellerie-Syndrom)
- Sekundäre Nahrungsmittelallergie bei entsprechender Pollenallergie
- Berufliche Sensibilisierung bei Lebensmittelverarbeitern
- Atopische Dermatitis mit Nahrungsmittelkomponente
Erniedrigt/Negativ:
- Keine IgE-vermittelte Sensibilisierung gegen die getesteten Allergene
- Nicht-IgE-vermittelte Nahrungsmittelunverträglichkeit (z.B. Intoleranz)
- Zu frühe Testung nach Allergenexposition
- Immunsuppression oder sehr junges Lebensalter
- Bei klinischem Verdacht: Einzelallergen-Testung erwägen
Grenzen
- Positive sIgE-Werte beweisen nicht automatisch eine klinische Relevanz
- Kreuzreaktionen können zu falsch-positiven Ergebnissen führen
- Niedrige sIgE-Werte schließen allergische Reaktionen nicht sicher aus
- Verarbeitungsgrad der Nahrungsmittel beeinflusst Allergenität (Erhitzung, Fermentation)
- Mischungen können maskierende Effekte haben bei schwachen Einzelreaktionen
- Interferenzen durch rheumatoide Faktoren oder andere Autoantikörper möglich
- Bei negatively Mischung und anhaltendem Verdacht: Einzeltestung erforderlich
Methode
CAP
Einheit
- Stand: 2026-06-12