Nahrungsmittelallergene (f17,f24,f84,f92)

Inhalt

Nahrungsmittelallergene (f17,f24,f84,f92)

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Abklärung multipler Nahrungsmittelallergie-Verdacht bei gastrointestinalen Beschwerden
  • Screening bei Patienten mit bekannter Birkenpollenallergie und oralen Allergy-Symptomen
  • Diagnostik bei Verdacht auf Latex-Frucht-Syndrom
  • Verlaufskontrolle bei bekannten Nahrungsmittelallergien
  • Differenzialdiagnostik bei unklaren allergischen Reaktionen nach Nahrungsaufnahme
  • Präoperative Allergiediagnostik bei Latex-Allergie-Verdacht
  • Abklärung rezidivierender Urtikaria oder Anaphylaxie unklarer Genese


  • Material: Serum (1 ml)
  • Nüchternheit: nicht erforderlich
  • Stabilität: 7 Tage bei 2-8°C, mehrere Monate bei -20°C
  • Störfaktoren: Antihistaminika beeinflussen nicht das Ergebnis
  • Hämolyse kann falsch-positive Ergebnisse verursachen
  • Extrem hohe Gesamt-IgE-Werte (>10.000 kU/l) können zu Interferenzen führen
  • Probentransport bei Raumtemperatur möglich (bis 48h)


Interpretation

Allgemeines

Das Nahrungsmittelallergenpanel fx24 kombiniert vier klinisch relevante Allergene zur simultanen IgE-Diagnostik mittels CAP-Methode (Carrier-Polymer-System). Das Panel umfasst Haselnuss (f17), Garnele/Shrimp (f24), Kiwi (f84) und Banane (f92), die häufig gemeinsam bei polysensibilisierten Patienten auftreten. Spezifische IgE-Tests sollen durch die Anamnese gelenkt werden und unterstützen die Diagnose einer Nahrungsmittelallergie im Zusammenhang mit der Anamnese. Diese Kombination erfasst sowohl primäre Nahrungsmittelallergien (Haselnuss, Garnele) als auch potenzielle birkenpollenassoziierte Kreuzreaktionen (Haselnuss) und Latex-assoziierte Syndrome (Kiwi, Banane).

Beurteilung

Erhöht:

  • IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergie gegen eines oder mehrere der getesteten Allergene
  • Kreuzreaktion bei Birkenpollenallergie (besonders Haselnuss)
  • Latex-Frucht-Syndrom (Kiwi, Banane)
  • Primäre Schalentierallergie (Garnele)
  • Orale Allergie-Syndrome

Erniedrigt/Negativ:

  • Keine IgE-vermittelte Sensibilisierung gegen die getesteten Allergene
  • Mögliche nicht-IgE-vermittelte Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • Toleranzentwicklung bei vorheriger Allergie
  • Zu frühe Testung nach Allergenexposition


Grenzen

  • Sensibilisierungsnachweis bedeutet nicht zwangsläufig klinische Relevanz
  • Negative Ergebnisse schließen nicht-IgE-vermittelte Reaktionen nicht aus
  • Kreuzreaktive Kohlenhydrat-Determinanten (CCD) können zu falsch-positiven Ergebnissen führen
  • Hitzelabile Allergene (z.B. in verarbeiteten Früchten) werden möglicherweise nicht erfasst
  • Quantitative Ergebnisse korrelieren nicht immer mit Symptomstärke
  • Bei Kleinkindern niedrigere Sensitivität


Methode

CAP

Einheit

kU/l
analysen.mzla.de
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