Früchteallergene 2 (f44,f94,f208,f210)

Inhalt

Früchteallergene 2 (f44,f94,f208,f210)

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Verdacht auf pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie bei Birkenpollen-Sensibilisierten
  • Orale Allergiesyndrome nach Obstverzehr
  • Screening bei multiplen Obstunverträglichkeiten
  • Abklärung von Urticaria oder Angioödem nach Fruchtverzehr
  • Kreuzallergien-Diagnostik bei bekannter Inhalationsallergie
  • Differenzierung zwischen IgE-vermittelter und nicht-allergischer Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • Therapieplanung vor oraler Immuntherapie


  • Material: Serum, mindestens 0,5 ml
  • Nüchternheit: nicht erforderlich
  • Stabilität: 7 Tage bei 2-8°C, längerfristig bei -20°C
  • Transport: bei Raumtemperatur möglich
  • Störfaktoren: Hämolyse, ausgeprägte Lipämie
  • Antihistaminika: beeinflussen In-vitro-Diagnostik nicht
  • Systemische Corticosteroide: können sIgE-Spiegel reduzieren


Interpretation

Allgemeines

Die Früchteallergene 2 (f44, f94, f208, f210) umfasst die spezifischen IgE-Antikörper gegen Erdbeere, Birne, Zitrone und Ananas. Diese Allergenmischung wird mittels CAP-Technologie gemessen und ist besonders relevant für Patienten mit pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien, da 50-93% aller Birkenpollenallergiker eine Allergie gegen pollenassoziierte Früchte entwickeln. Die Kreuzreaktivität beruht auf strukturellen Ähnlichkeiten zwischen Pollenallergenen und Nahrungsmittelallergenproteinen. Die in dieser Mischung enthaltenen Früchte gehören zu verschiedenen botanischen Familien und können sowohl primäre als auch sekundäre Sensibilisierungen verursachen.

Beurteilung

Erhöht:

  • IgE-vermittelte Allergie gegen einen oder mehrere Früchte der Mischung
  • Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie (Birken-Früchte-Syndrom)
  • Primäre Sensibilisierung gegen Früchteallergene
  • Kreuzreaktivität mit anderen botanisch verwandten Allergenen

Erniedrigt:

  • Klinische Relevanz bei niedrigen Werten fragwürdig
  • Mögliche Toleranzentwicklung bei Immuntherapie
  • Natürlicher Rückgang der Sensibilisierung bei Pollenkarenz


Grenzen

  • Positive Ergebnisse nicht zwingend klinisch relevant
  • Kreuzreaktivität kann zu falsch-positiven Befunden führen
  • Hitzestabile vs. hitzelabile Allergene nicht unterscheidbar
  • Keine Aussage über Reaktionsschwere möglich
  • Mischung erlaubt keine Einzelallergen-Zuordnung
  • Interferierende Antikörper gegen CCD (Cross-reactive Carbohydrate Determinants)


Methode

CAP

Einheit

kU/l
analysen.mzla.de
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