Gemüseallergene 2 (f25, f214, f216, f218)

Inhalt

Gemüseallergene 2 (f25, f214, f216, f218)

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Verdacht auf Gemüseallergie bei unklaren gastrointestinalen Beschwerden nach Gemüseverzehr
  • Orales Allergiesyndrom mit Symptomen im Mund-Rachen-Bereich nach Rohkost
  • Bekannte Pollenallergie mit Verdacht auf Kreuzreaktionen zu Nahrungsmitteln
  • Abklärung bei Gräserpollen- oder Beifußallergie und Gemüseunverträglichkeit
  • Screening bei positiver Familienanamnese für Nahrungsmittelallergien
  • Differentialdiagnose bei rezidivierenden Urtikaria unklarer Genese
  • Präoperative Abklärung vor oraler Provokationstestung
  • Verlaufskontrolle bekannter Gemüseallergien


  • Material: Serum, 200 μL für alle vier Parameter
  • Nüchternheit: Nicht erforderlich
  • Stabilität: 7 Tage bei 2-8°C, längere Lagerung bei -20°C
  • Störfaktoren: Immunsuppression, sehr hohe Gesamt-IgE-Werte >5000 kU/L
  • Medikamente: Antihistaminika und Kortikosteroide beeinflussen Ergebnis nicht
  • Hämolyse und Lipämie können Messung stören
  • Transport: Gekühlt innerhalb 48h


Interpretation

Allgemeines

Die Gemüseallergene-Mischung 2 (f25, f214, f216, f218) testet spezifisches IgE gegen Tomate, Spinat, Kohl und Paprika mittels ImmunoCAP-Technologie. Diese Kombination ist klinisch relevant, da Gemüseallergien häufig als Kreuzreaktionen bei bestehenden Pollenallergien auftreten und strukturell ähnliche Proteine in diesen Gemüsesorten zu gemeinsamen Sensibilisierungsmustern führen können. Besonders bei Gräserpollenallergikern sind Kreuzreaktionen auf Tomaten bekannt. Eine weitere wichtige Assoziation ist das Sellerie-Karotten-Beifuß-Gewürz-Syndrom. Diese Testmischung ermöglicht ein effizientes Screening auf mehrere relevante Gemüseallergene gleichzeitig.

Beurteilung

Erhöht (≥0,35 kUA/L):

  • IgE-vermittelte Allergie auf entsprechendes Gemüse wahrscheinlich
  • Kreuzreaktion bei bestehender Pollenallergie (besonders Gräser, Beifuß)
  • Primäre Nahrungsmittelallergie ohne Pollenallergie
  • Sensibilisierung ohne klinische Relevanz möglich

Erniedrigt (<0,35 kUA/L):

  • Keine IgE-Sensibilisierung nachweisbar
  • Nicht-IgE-vermittelte Reaktionen möglich
  • Ausschluss einer Typ-I-Allergie auf getestete Gemüse
  • Beurteilung nur in Zusammenschau mit Klinik


Grenzen

  • Positive Werte beweisen nicht automatisch klinische Relevanz
  • Asymptomatische Sensibilisierungen möglich, besonders bei Kindern
  • Kreuzreaktivität kann zu falsch-positiven Ergebnissen führen
  • Einzelallergen-Bestimmung bei positivem Screening-Ergebnis empfohlen
  • Hitzestabile vs. hitzelabile Allergene nicht differenzierbar
  • Sehr niedrige spezifische IgE-Werte können übersehen werden
  • Interferenz mit RF, anderen Antikörpern oder Komplementverbrauch


Methode

CAP

Einheit

kU/l
analysen.mzla.de
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