Spez. IgE Nüsse (f13, f17, f18, f20, f36)

Inhalt

Spez. IgE Nüsse (f13, f17, f18, f20, f36)

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Verdacht auf IgE-vermittelte Nussallergie bei anamnestischen Hinweisen
  • Abklärung von systemischen allergischen Reaktionen nach Nussverzehr
  • Oropharyngeale Symptome oder gastrointestinale Beschwerden nach Nusskonsum
  • Screening bei Patienten mit bekannten Nahrungsmittelallergien oder Atopie
  • Differenzialdiagnose bei unklaren allergischen Reaktionen
  • Verlaufskontrolle bei bekannter Nussallergie (nicht zur Therapiekontrolle)
  • Präoperative Abklärung bei geplanten Eingriffen und anamnestischen Nussallergien
  • Berufsallergiediagnostik bei Exposition gegenüber Nussprodukten


  • Material: Serum (venöses Blut, Serum-Röhrchen)
  • Nüchternheit: nicht erforderlich
  • Stabilität: 1 Woche bei 2-8°C, für spätere Verwendung bei -20°C
  • Störfaktoren: Hämolyse, Lipämie und Ikterus können die photometrische Messung beeinträchtigen
  • Bakterielle Kontamination führt zum Probenverwurf
  • Transport: bei Raumtemperatur
  • Antikoagulanzien vermeiden (EDTA, Heparin können interferieren)


Interpretation

Allgemeines

Das spezifische IgE-Panel Nüsse (f13, f17, f18, f20, f36) erfasst mittels CAP-FEIA-Technologie die wichtigsten IgE-vermittelten Sensibilisierungen gegen Erdnuss (f13), Haselnuss (f17), Paranuss (f18), Mandel (f20) und Kokosnuss (f36). Diese Diagnostikkombination ermöglicht die systematische Erfassung von Typ-I-Überempfindlichkeitsreaktionen gegen die klinisch relevantesten Nüsse. Die verschiedenen Nussarten enthalten unterschiedliche Allergengruppen wie Speicherproteine (2S-Albumine, 7S-Globuline), Lipid-Transfer-Proteine und PR-10-Proteine, die Kreuzreaktionen zwischen verschiedenen Nussarten bedingen können und mit schweren allergischen Reaktionen assoziiert sind. Nahrungsmittelallergien gegen Nüsse nehmen weltweit zu und betreffen in Deutschland 5-10% der Bevölkerung.

Beurteilung

Erhöht:

  • IgE-vermittelte Soforttyp-Allergie gegen eine oder mehrere getestete Nüsse
  • Kreuzreaktionen zwischen verschiedenen Nussarten
  • Sekundäre Nahrungsmittelallergie durch Kreuzreaktion mit Pollenallergenen (häufiger bei Erwachsenen)
  • Polysensibilisierung bei schwerem Atopiesyndrom
  • Primäre Nussallergie (häufiger bei Kindern)

Erniedrigt:

  • Fehlende IgE-vermittelte Sensibilisierung
  • Kurze Halbwertszeit von spezifischem IgE im Serum (2-3 Tage) bei länger zurückliegender Exposition
  • Nicht-IgE-vermittelte Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • Toleranzentwicklung bei vorbestehender Allergie


Grenzen

  • Nur etwa 50% der nachweisbaren Sensibilisierungen entsprechen klinisch einer Allergie – positive Befunde müssen anamnestisch validiert werden
  • Diskordanz zwischen Hauttest und spezifischem IgE möglich
  • Titerhöhe korreliert nicht zwangsläufig mit Symptomschwere
  • Moderate Vorhersagekraft für klinische Reaktionen – keine sicheren Cut-off-Werte für 95% positive Prädiktivität
  • Komponentenbasierte Diagnostik kann bei negativem Screening-Test erforderlich sein
  • Nicht geeignet zur Therapiekontrolle bei Hyposensibilisierung


Methode

CAP

Einheit

kU/l
analysen.mzla.de
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