Spez. IgE Tier-Epithelien – e1,e5,e6,e87,e88
Inhalt
Spez. IgE Tier-Epithelien – e1,e5,e6,e87,e88
Inhalt
Probennahme
Indikation
- Verdacht auf allergische Rhinokonjunktivitis oder Asthma bei Tierkontakt
- Atopische Dermatitis mit Verdacht auf Tierallergen-Triggerung
- Beruflich bedingte Exposition gegenüber Labortieren (Ratten, Mäuse)
- Haustierhaltung mit ungeklärten Atemwegsbeschwerden
- Differenzierung zwischen verschiedenen Tierallergenen bei polysensibilisierten Patienten
- Therapiekontrolle vor geplanter Tierhaltung
- Präoperative Abklärung bei Verdacht auf perioperative Allergie durch Tierkontakt
- Objektive Bestätigung anamnestischer Angaben zu Tierkontaktallergie
- Material: Serum (Röhrchen ohne Zusätze)
- Nüchternheit: Nicht erforderlich
- Abnahme: Während oder innerhalb von 6 Monaten nach Allergenexposition für optimale Sensitivität
- Stabilität: Serum bei 4°C: 7 Tage, bei -20°C: 6 Monate
- Störfaktoren: Antihistaminika und Kortikosteroide beeinflussen das Ergebnis nicht
- Mindestvolumen: 200 μl Serum für alle 5 Parameter
- Hämolyse vermeiden, da Interferenz möglich
Interpretation
Allgemeines
Diese Kombination spezifischer IgE-Antikörper gegen Katzenschuppen (e1), Hundeschuppen (e5), Meerschweinchenepithelien (e6), Rattenepithelien mit Serum-/Urinproteinen (e87) und Mäuseepithelien mit Serum-/Urinproteinen (e88) ermöglicht eine gezielte Diagnostik von Inhalationsallergien gegen häufige Tierallergene. 60-70% der Tierallergiker zeigen Co-Sensibilisierungen gegen mehrere Haustiere, was die diagnostische Rationale dieser Panel-Diagnostik unterstreicht. Die CAP-Methode weist spezifisches IgE mittels Fluoreszenz-Enzym-Immunoassay (FEIA) nach, wobei die Fluoreszenz direkt proportional zur allergenspezifischen IgE-Konzentration ist. Bei Patienten mit allergischem Asthma werden in 30-50% der Fälle Sensibilisierungen gegen Tierallergene gefunden, wobei Allergene von Katzen und Hunden weit verbreitet sind und Nagetierallergene eine starke allergene Potenz aufweisen.
Beurteilung
Erhöht:
- IgE-vermittelte Soforttypreaktion gegen entsprechende Tierallergene
- Kreuzreaktionen zwischen verschiedenen Säugetierallergenen möglich
- Erhöhte IgE-Titer bei nicht ausreichend therapierter schwerer Atopie
- Multiple Sensibilisierungen bei 60-70% der Tierallergiker
- Berufliche Sensibilisierung bei Labormitarbeitern (e87, e88)
- Verstärkung atopischer Dermatitis durch Tierallergenkontakt
Erniedrigt:
- Keine klinische Relevanz bei niedrigen Werten
- CAP-Klasse 0: Keine Sensibilisierung nachweisbar
- Ein positiver Hauttest muss nicht zwangsläufig mit positivem IgE-Nachweis korrelieren
- Mögliche falsch-negative Ergebnisse bei sehr früher Testung nach Erstkontakt
Grenzen
- Titerhöhe korreliert nicht zwangsläufig mit Symptomatik
- IgE-Titer eignet sich nicht zur Therapiekontrolle bei Hyposensibilisierung
- Kreuzreaktionen zwischen Säugetierallergenen können Interpretation erschweren
- Positive IgE-Werte ohne klinische Relevanz möglich (asymptomatische Sensibilisierung)
- Ergebnisse können durch kreuzreaktive Kohlenhydratdeterminanten (CCDs) verfälscht werden
- Komponenten-aufgelöste Diagnostik erforderlich zur Differenzierung echter von Kreuzreaktivität
Methode
CAP
Einheit
- Stand: 2026-06-12