Inhalationsscreen (g6,g12,t3,w6,m2,d1,e1,e5)

Inhalt

Inhalationsscreen (g6,g12,t3,w6,m2,d1,e1,e5)

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Verdacht auf allergisches Asthma mit zeitlich und intensitätsvariierenden Symptomen
  • Allergieverdacht bei Symptomen wie Heuschnupfen, Rhinitis und Konjunktivitis
  • Besonders bei sesongbedingten allergischen Beschwerden
  • Abklärung eines Allergieverdachts bei Kindern und Erwachsenen
  • Allergieverdacht bei Kindern unter 6 Jahren ohne vorherigen Hauttest
  • Bei uneindeutigen Ergebnissen im Hauttest als Ergänzung
  • Screening auf häufigste Inhalationsallergene entsprechend lokalen Gegebenheiten
  • Bei Patienten mit empfindlicher Haut oder unter Antihistaminika-Therapie


  • Material: Serum
  • Gesamtbestimmung als Allergen-Mischung; bei positivem Ergebnis Aufschlüsselung in Einzelallergene möglich
  • Nüchternheit: nicht erforderlich
  • Stabilität: Serum 7 Tage bei 2-8°C, länger bei -20°C
  • Test unabhängig von Hautempfindlichkeit des Patienten
  • Keine Beeinflussung durch Antihistaminika
  • Abrechnung: GKV max. 9 RAST + Gesamt-IgE nach Hauttest; Kinder <6 Jahre: max. 15 Tests ohne Hauttest


Interpretation

Allgemeines

Das CAP-System ist eine Weiterentwicklung des RAST (Radio-Allergo-Sorbent-Test) und weist spezifisches IgE mittels FEIA (Fluoreszenz-Enzym-Immunoassay) nach. Der Inhalationsscreen (sx1) umfasst die acht wichtigsten Inhalationsallergene: Dermatophagoides pteronyssinus (d1), Katzenschuppen (e1), Hundeschuppen (e5), Lieschgras (g6), Roggen (g12), Cladosporium herbarum (m2), Birke (t3) und Beifuß (w6). Diese Allergenkombination erfasst etwa 95% der saisonalen und ganzjährigen Inhalationsallergien. Allergisches Asthma geht häufig mit anderen allergischen Erkrankungen des atopischen Formenkreises einher und zeigt typischerweise eine eosinophile Entzündung.

Beurteilung

Erhöht:

  • CAP-Klassen 1-6: Sensibilisierung gegen mindestens ein Inhalationsallergen nachgewiesen
  • Positiver Screen mit ca. 90% Sensitivität und Spezifisität
  • Nachweis spezifischer Sensibilisierung gegenüber einem oder mehreren Allergenen
  • Erhöhte Allergiebereitschaft bei entsprechenden klinischen Beschwerden

Erniedrigt/Negativ:

  • Allergiebereitschaft auf getestete Allergene meist ausgeschlossen
  • Mögliche sehr schwache Sensibilisierung unter Nachweisgrenze der Einzeltests
  • Keine IgE-vermittelte Typ-I-Allergie gegen getestete Inhalationsallergene
  • Andere Allergietypen oder nicht-allergische Ursachen möglich


Grenzen

  • Kein zwingender Zusammenhang zwischen IgE-Konzentration und klinischen Symptomen
  • Auch bei niedrigen IgE-Werten können schwere allergische Reaktionen auftreten
  • Falsch-positive Ergebnisse möglich (CAP-Klassen 1-2) ohne klinische Relevanz
  • Bei seltener Allergenexposition oft nur geringe IgE-Mengen nachweisbar
  • Klassische IgE-Diagnostik stößt bei lange zurückliegender Exposition an Grenzen
  • Längere Analysezeit im Vergleich zu Hauttests
  • Anamnese und zeitlicher Zusammenhang mit Allergenexposition essentiell für Diagnose


Methode

CAP

Einheit

kU/l
analysen.mzla.de
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