25-OH-Vitamin D3

Inhalt

25-OH-Vitamin D3

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Verdacht auf Vitamin D-Mangel entsprechend den Indikationen der Endocrine Society
  • Sonnenlichtmangel bei Patienten mit geringer UV-Exposition
  • Störungen des Kalziumstoffwechsels, Rachitis, Hypokalzämie der Neugeborenen
  • Verminderte enterale Aufnahme oder Malabsorptionsstörungen
  • Erhöhter Vitamin D-Stoffwechsel (Barbiturate, Antiepileptika)
  • Erhöhter Verlust (z.B. Dialyse)
  • Verminderte Knochendichte und Osteoporose-Abklärung
  • Therapiekontrolle bei Vitamin D-Substitution nach 2-3 Monaten


  • Material: Serum, Blutentnahme am nüchternen Patienten morgens
  • Bei Dialysepatienten: Abnahme vor der Dialyse
  • Stabilität: 48h bei Raumtemperatur, Postversand möglich
  • Störfaktoren: Stark lipämische und hämolytische Proben verfälschen die Messergebnisse
  • Nüchternheit: Normalerweise nicht erforderlich, abhängig vom Labor und Testmethode


Interpretation

Allgemeines

25-OH-Vitamin D3 (Calcidiol) ist die hepatische Speicherform des Vitamin D und gilt als aussagekräftigster Marker für den Vitamin D-Status. Vitamin D3 wird in der Haut aus 7-Dehydrocholesterol unter UVB-Strahlung synthetisiert und in der Leber zu 25(OH)-Cholecalciferol hydroxyliert, welches biologisch inaktiv ist aber die Speicherform darstellt. In der Zirkulation binden 99% des 25(OH)-Vitamin D an Vitamin D-bindendes Protein (DBP) mit einer Halbwertszeit von 2-3 Wochen. In der Niere erfolgt durch eine zweite Hydroxilierung zu 1,25(OH)-Cholecalciferol die Aktivierung. Eine Unterversorgung von 25(OH)-Vitamin D besteht in vielen Ländern mit mäßiger Sonnenlichteinstrahlung, langen Wintern und nur mäßigem Fischkonsum.

Beurteilung

Erniedrigt:

  • Schwerer Vitamin D-Mangel < 30 nmol/L (12 ng/mL): Hohes Risiko für Rachitis, Osteomalazie, Hypokalzämie und Hyperparathyreoidismus
  • Vitamin D-Insuffizienz < 50 nmol/L (20 ng/mL)
  • Sonnenlichtmangel, verminderte enterale Aufnahme
  • Erhöhter Stoffwechsel: Barbiturate, Antiepileptika
  • Hemmung durch hohe Calciumspiegel und Glucocorticoide

Erhöht:

  • Überdosierungen mit Vitamin D-Spiegeln > 250 nmol/L können schädigend wirken
  • Bei granulomatösen Erkrankungen: gesteigerte Umwandlung in biologisch aktives 1,25-Dihydroxy-Vitamin D
  • Übermäßige Vitamin D-Supplementierung
  • Exzessive UV-Exposition (selten)


Grenzen

  • ECLIA-Methode: Korrelation mit LC-MS/MS teilweise unzureichend, kann Vitamin D-Spiegel unterschätzen
  • Signifikante Diskrepanzen zwischen verschiedenen Immunoassays durch unterschiedliche Kreuzreaktivitäten zu Vitamin D-Metaboliten
  • Kreuzreaktivität zum C3-Epimer von 25(OH)D3: Roche 93%, Siemens 1%
  • Besonders bei Vitamin D2-Supplementierung: erhebliche Abweichungen, LC-MS/MS ist genauer
  • Erfasst sowohl freies als auch gebundenes Vitamin D, kann nicht zwischen biologisch verfügbarem und gebundenem Anteil differenzieren


Methode

ECLIA

Einheit

ng/ml
analysen.mzla.de
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