TSH

Inhalt

TSH

Inhalt

Probennahme

Indikation

  • Verdacht auf Hyper- und Hypothyreose
  • Therapiekontrolle unter Schilddrüsenhormon-Substitution
  • TSH-Screening bei Patienten mit psychischen oder kognitiven Auffälligkeiten
  • Zustand nach Schilddrüsenoperation oder Radiojodtherapie
  • Autoimmunerkrankungen (Nebenniereninsuffizienz, perniziöse Anämie, Diabetes mellitus Typ 1)
  • Schwangerschaft mit bekannter oder vermuteter Hypothyreose
  • Abklärung bei Zyklus- und Fertilitätsstörungen sowie psychischen Störungen
  • Kein routinemäßiges TSH-Screening bei asymptomatischen Patienten


  • Material: 1 ml Serum
  • Für TSH-Bestimmung spielt der Zeitpunkt der Thyroxineinnahme keine Rolle
  • Bei gleichzeitiger fT3/fT4-Bestimmung: Blutentnahme vor Medikamenteneinnahme
  • Transport ins Labor nicht zeitkritisch, Postversand möglich
  • Stark lipämische und hämolytische Proben verfälschen Messergebnisse
  • Nüchternheit: Nicht erforderlich
  • Stabilität: Serum bei Raumtemperatur stabil


Interpretation

Allgemeines

TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon) wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet und bewirkt an der Schilddrüse die vermehrte Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4. TSH ist der wichtigste Suchwert zum frühzeitigen Erkennen von Schilddrüsenfehlfunktionen (Screening-Parameter). Die quantitative Bestimmung erfolgt mittels Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immunoassay (ECLIA) als Sandwich-Komplex mit biotinylierten und Ruthenium-markierten monoklonalen TSH-spezifischen Antikörpern. Das vollautomatisierte ECLIA-Verfahren liefert Ergebnisse in nur 18 Minuten und zeigt eine hohe analytische Zuverlässigkeit.

Beurteilung

Erhöht:

  • Primäre Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
  • Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto-Thyreoiditis)
  • Zustand nach Schilddrüsenoperation oder Radiojodtherapie ohne Substitution
  • Medikamenten-induziert (Thyreostatika, Amiodaron, Lithium, hochdosiertes Jod)
  • Jodmangel
  • TSH-produzierendes Hypophysenadenom (sehr selten)

Erniedrigt:

  • Primäre Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
  • Morbus Basedow
  • Schilddrüsenautonomie (autonome Adenome, multifokale Autonomie)
  • Überdosierte Schilddrüsenhormone (L-Thyroxin)
  • Sekundäre/tertiäre Hypothyreose (Hypophysen-/Hypothalamusinsuffizienz)
  • Thyreodestruktive Prozesse (Thyreoiditis)


Grenzen

  • Hohe intra- und interindividuelle Variabilität von TSH-Werten
  • Altersabhängige Referenzwerte erforderlich (18-70 Jahre: >4,0 mU/l, 70-80 Jahre: >5 mU/l, >80 Jahre: >6,0 mU/l)
  • Interferenzen durch stark lipämische und hämolytische Proben
  • Bei Kindern höhere, bei Älteren (>60 Jahre) niedrigere Hormonspiegel – altersentsprechende Referenzbereiche erforderlich
  • Normaler TSH-Wert schließt Schilddrüsenfunktionsstörung weitestgehend aus
  • ECLIA-Methode kann bei verdünnten Seren TSH um 18,6% überschätzen


Methode

ECLIA

Einheit

mIU/l
analysen.mzla.de
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